Renaissanceverein startet in Aktionsjahr | Schaumburger Wochenblatt

Renaissanceverein startet in Aktionsjahr

Das Vorstandsteam des Renaissance-Vereins schiebt für 2026 eine Reihe von Aktionen aus Anlass des Gedächtnisjahres für Adriaen de Vries an, des Schöpfers der Bronzefiguren-Gruppe im Mausoleum. Eine Konzertreihe mit Musik aus der damaligen Zeit, ein Kinderfest sowie Formate wie ein Frühstück auf dem Marktplatz sollen die für Stadthagen prägende Epoche erlebbar machen.

Mit neuen Veranstaltungs-Formaten wolle der Verein einem größeren Publikum die Renaissance näherbringen, wie Dr. Torsten Schmidt, Vorsitzender des Vereins, erklärte. Unter dem Motto „Renaissance zum Anfassen“ gehe es unter anderem darum, auch bei jüngeren Leuten das Thema stärker ins Bewusstsein zu rücken, wie Schmidt bei der Vorstellung der Planungen vor dem Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Stadtmarketing berichtete.
Dazu zählt ein „Renaissance-Frühstück“ im September in der Altstadt, das mit Live-Musik, Tanzvorführungen und Auftritten in Gewändern der damaligen Zeit verbunden werden soll.
Zudem sei ein „Heidewigis-Fest“ geplant, das sich vor allem an Kinder und junge Familien richtet. Puppenspiele und ähnliche Elemente sind für die Veranstaltung geplant, die an die Frau von Fürst Ernst von Holstein-Schaumburg erinnern soll. Diese Hedwig von Hessen vollendete den Bau des Mausoleums nach dem Tod von Fürst Ernst. Das Fest solle nach dem Auftakt 2026 jährlich wiederholend etabliert werden, wie Torsten Schmidt berichtete.
Ebenso lädt der Renaissance-Verein zu einer Konzertreihe. Der Auftakt hierzu fällt auf den 19. April, wenn die Formation „Capella de la Torre“ in der St. Martini-Kirche auftritt. Ziel sei es, mit der Renaissance-Konzert-Reihe insgesamt rund 1.000 Besucher zu erreichen, so Schmidt. In diesem Rahmen würden namhafte Künstler sowohl in der Kirche als auch im Mausoleum auftreten.
Weitere Formate wie spezielle Führungen zu Adriaen de Vries sollen hinzukommen. Außerdem ist der Verkauf von Merchandise-Artikeln zum Thema Renaissance geplant.
Stets solle es bei den Aktivitäten auch darum gehen, Verbindungen zur Gegenwart zu ziehen. Die Renaissance sei eben eine Epoche, die bis heute sinnbildlich für Neugier, Bildung, Kreativität und gesellschaftlichen Aufbruch stehe, wie Torsten Schmidt festhielt.
Anlass für die deutliche Ausweitung der Aktivitäten ist das Gedächtnisjahr „400 Jahre Adriaen de Vries“. Der Bildhauer, der die Figuren der Auferstehungsszene im Mausoleum erstellte, starb im Jahre 1626.
Darjush Davar, Kultur-Koordinator der Stadt, hob den Ansatz hervor, die Renaissance einem möglichst großen Teil der Stadtgesellschaft nahezubringen. Dies sei auch das Verständnis von Kulturarbeit, das er verfolge. Der Renaissance-Verein macht das Mausoleum im Auftrag der Stadt für Besucher zugänglich. Damit und weiteren Aktivitäten stärke er auch den Tourismus, Bildung, das Image und die Attraktivität der Stadt, so Schmidt.
Foto: bb


Bastian Borchers
Bastian Borchers
Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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