Als „kontraproduktiv für die Energiewende und schädlich für das örtliche Handwerk” hat die Schaumburger Abgeordnete der Grünen, Ursula Helmhold, die geplanten Kürzungen der Solarförderung durch die Bundesregierung bezeichnet. Derzeit würden viele Hersteller von Solaranlagen, Komponenten und solarer Systemtechnik unter dem Versuch die Solarförderung überfallartig zusammen zu streichen leiden. Es sei immer Konsens gewesen, dass die Einspeisevergütung stetig und verlässlich sinken müsse.
Darauf könnten und müssten sich Unternehmen einstellen. „Verantwortungslos” nennt Helmhold aber eine Kürzung, die die Förderung innerhalb weniger Wochen um über 30 Prozent rasiere und die Unternehmen in den Konkurs treibe.
Damit würde das Vertrauen in die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen beschädigt. Diese Politik hätte auch schädliche Auswirkungen auf die heimische Wirtschaft, die Solaranlagen installiere und warte.
„Die Solartechnik kann das Geschäftsmodell der großen Strom- und Ölkonzerne in ein bis zwei Jahrzehnten in Frage stellen”, sagte die Abgeordnete. Diese Zukunftstechnologie dürfe man nicht ins Ausland vertreiben. Vielmehr müsse man die Technologieführerschaft anstreben. Moderne Konzentrator-Solarzellen könnten künftig Wirkungsgrade von bis zu 40 Prozent erreichen. Auch Konkurrenz aus China sei kein Grund diese Technik in Deutschland aufzugeben. Vielmehr müsse Forschung und Entwicklung energisch unterstützt werden.
Die Bundesregierung wolle bis 2014 nur 100 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung stecken, fördere aber größenwahnsinnige Projekte wie den Fusionsreaktor in Cadarache mit einem Vielfachen dieser Summe. Solaranlagen hätten mittlerweile eine preisdämpfende Wirkung auf den Strompreis, weil die extrem teure mittägliche Lastspitze gebrochen wurde.