Der Seniorenbeirat, der Behindertenbeirat, die Berufsbildenden Schulen Rinteln, das Gymnasium Ernestinum, vertreten durch Josefine Kappes und André Sawade von der Schulleitung, und die Demografiebeauftragte der Stadt Rinteln, Linda Kristin Ruppel, sowie die Polizei Rinteln mit ihrer Leiterin des Einsatz- und Streifendienstes Daniela Kempa und dem Kontaktbeamten Rolf Potthast führten jetzt in der Rintelner Innenstadt das Projekt „Jung und Alt - Rücksichtnahme im Fahrradverkehr” durch. Die Oberschule, eigentlich auch mit von der Partie, war terminlich leider verhindert. Hintergrund der Aktion war der zulässige Fahrradverkehr in der Fußgängerzone, der immer wieder - insbesondere vom Senioren- und Behindertenbeirat - diskutiert wird. Dabei geht es nicht um das Radfahren schlechthin, sondern um schnelles und rücksichtsloses Fahren und die damit einhergehenden Unfallgefahren zwischen Fußgängern und Radfahrern. Älterer Bürger sind unsicherer auf den Beinen als junge Menschen, manchmal auf eine Gehhilfe angewiesen und sehen in der Regel schlechter. Ihnen fällt das Ausweichen schwerer. Die Reaktionsfähigkeit ist mit steigendem Alter eingeschränkt und langsamer. Es entsteht die Sorge vor einem Unfall, von dem sich gerade Ältere meist nur langsam erholen. Damit ist ein Gefühl von Unsicherheit verbunden, das auch Eltern haben, wenn die Kinder vor dem Eiscafé spielen. Kleine Kinder beachten im Spiel ihr Umfeld nur wenig. Dadurch nehmen sie Fahrradfahrer nicht immer wahr. Ziel des Projektes, an dem auch die Klasse 5/5 des Rintelner Gymnasium Ernestinum mit der Mobilitätsbeauftragten Norma Bernhardt teilnahm, war die Information über den Bedarf an Rücksichtnahme für alle Nutzer der Fußgängerzone. Die Kinder sprachen die Fahrradfahrer freundlich an und baten um mehr Rücksicht und vorausschauendes Fahren. Außerdem verteilten sie Info-Zettel, auf denen sie auf die Gefahren innerhalb der Fußgängerzone hinwiesen. Günter Potthast von den Berufsbildenden Schulen beteiligte sich, indem er von seinen Schülern die Schilder „Alt und Jung, Jung mit Alt” fertigen ließ. Als nächster Baustein fand ein Gespräch mit Schülervertretern des Gymnasiums und dem Seniorenbeirat statt, bei dem über die Belange älterer Menschen informiert wurde. Darüber hinaus soll mit einem „Alterssimulatoranzug” den Schülern dargestellt werden, was es heißt, im Alltag körperlich eingeschränkt zu sein. 102 Fahrradfahrer wurden in einer halben Stunde angesprochen. Foto: ste