Sehr zufrieden zeigt sich Christoph Ochs, Kreistagsmitglied aus Rinteln, mit der Entscheidung des Bundes, Wohnungen aus dessen Besitz für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Im Oktober hatte Ochs gemeinsam mit der grünen Bundestagsabgeordneten Katja Keul eine entsprechende Resolution erarbeitet und in den Schaumburger Kreistag eingebracht. „Ich freue mich sehr, dass die Resolution zur ‚Schaffung von bezahlbarem, dezentralem Wohnraum‘ so erfolgreich verlaufen ist”, berichtet Christoph Ochs. Der Grüne Kreistagspolitiker hatte bereits im Sommer bedauert, dass in seiner Nachbarschaft in Rinteln, aber auch in Bückeburg, viele der ehemaligen Soldatenhäuser leer stehen würden, während der Landkreis verzweifelt nach Unterkünften suche und letzten Endes sogar eine leer stehende Schule zu einer Gemeinschaftsunterkunft ausbauen musste. „Der Druck, den wir gemeinsam mit anderen Kommunen, aber auch auf Bundesebene aufgebaut haben, hat die Bundesregierung nun doch einlenken lassen, nachdem ein entsprechender Antrag der Grünen im Bundestag zunächst von der Großen Koalition abgelehnt wurde - nur um dann selbst einen solchen Antrag einbringen zu können. Mit diesem Ergebnis sind wir in Schaumburg bei der dezentralen Unterbringung ein großes Stück weiter gekommen”, freut sich Ochs und hofft, dass nun viele Flüchtlinge zügig aus den Gemeinschaftsunterkünften in die einzelnen Wohnungen weiter geleitet werden, um sie so bestmöglich integrieren zu können. Zudem wünscht sich der Grüne weiter, dass in Schaumburg die bereits vorhandene Willkommenskultur weiter ausgebaut und gefestigt wird, um sich gegen die fremdenfeindlichen Tendenzen von „Pegida” und ähnlichen Bewegungen zu stellen.