„Nach dem jahrelangen Stillstand bei dieser Frage ist nun der Knoten offensichtlich gelöst,” so Anja Piel: „Zur salzfreien Weser mag es noch ein langer Weg sein - die Einigung auf gemeinsame Zielwerte ist jedoch ein gutes Signal für die Wasserqualität und ein wichtiger Schritt in Richtung eines naturnahen Flusses.”
Die Kaliabwässer von K+S in Werra und Weser belasteten die Wasserqualität der Flusssysteme und schädigten die Ökologie der Gewässer nachhaltig. Als Unterlieger dränge Niedersachsen daher seit vielen Jahren darauf, dass die Einleitungen reduziert würden. Piel: „Die heutige Einigung liegt ganz auf der Linie des niedersächsischen Landtages, der zuletzt Hessen aufgefordert hatte, Maßnahmen zu ergreifen, damit K+S die Qualitätsziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis spätestens 2027 erreicht. Genau das wurde nun mit der Vereinbarung erzielt.”
Gleichzeitig räumte die Abgeordnete ein: „Natürlich würden wir uns wünschen, dass die Reduktion der Salzeinleitung schneller und umfangreicher geschieht.” Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen der beteiligten Bundesländer liege jetzt allerdings erstmals ein belastbarer Kompromiss vor - dem aber auch entsprechende Taten folgen müssten.