Der Einwohnerschützenverein Rinteln befindet sich in der Abwicklungsphase. Der Schützenplatz am Steinanger wird von dem Verein aufgegeben. Hinterlassen die Einwohnerschützen dort kontaminiertes Gelände? Rund 40 Jahre lang fanden auf der Schießanlage des Vereins jede Menge Trainings- und Vergleichsschießen statt. Die verwendete Munition ist dabei zu großen Teilen bleihaltig und auch das Treibmittel (Schießpulver) hinterlässt Rückstände. Umfangreiche Untersuchungen, unter anderem ein Gutachten über Bodenbelastungen auf Schießplätzen auf Beschluss der Umweltministerkonferenz aus 1998, belegen Belastungen mit Blei und anderen Umweltgiften. Ob das 1:1 auch auf den Rintelner Stand übertragen werden kann, steht nicht fest. Die Verwaltung, so Dr. Joachim Steinbeck, sei im Dialog mit dem Verein. Insbesondere die Fragestellung, ob mit Kleinkaliber (mit Treibladung) oder mit Luftgewehr (mit Luftdruck) geschossen wurde, wird dabei mitentscheidend sein. Dr. Gert Armin Neuhäuser (WGS) hatte im Rat angefragt, ob der Schützenverein ein kontaminiertes Gelände hinterlässt und Neuhäuser stellte fest: „Die Mitglieder haften bei der Auflösung des Vereins für entstehende Kosten.”