Ein Abenteuer für Groß und Klein verspricht Landwirt Christian Schweer auch in diesem Jahr in seinem Maislabyrinth. Auf circa 35.000 Quadratmetern (3,5 Hektar) haben Schweer und sein Sohn Moritz den seit 25 Jahren beliebten Irrgarten angelegt. Zwischen den über 2,50 Meter hohen Maispflanzen gilt es, zunächst den richtigen Weg zum Aussichtsturm in der Mitte des Feldes zu finden. Viele Abzweigungen enden in einer Sackgasse oder führen auf den alten Weg zurück. Hat man den Aussichtsturm erreicht, wird der Entdecker mit einem schönen Blick über die Wiesen und Felder ringsherum belohnt. Von hier führt dann erneut ein Weg mit einer Reihe vor Irrwegen zum ersehnten Ausgang.

Jedes Jahr entsteht ein anderes Labyrinth

Der Landwirt und Agraringenieur legt das Labyrinth jedes Jahr neu an. „Ich mache keinen Plan und weiß zu Beginn noch gar nicht, wie es am Ende aussieht,“ beschreibt er seinen Besuchermagneten. Zunächst werden die 3,5 Hektar eingesät und nach einer kurzen Wachstumsphase die Wege gemäht. So entsteht in Handarbeit immer wieder ein neues Labyrinth. Einzelheiten zu den Wegen, Tipps zur Orientierung oder Tricks verrät Christian Schweer nicht – das bleibt sein Geheimnis. Schließlich sollen die Wegesucher Spaß an der Entdeckung des richtigen Weges haben. Schmunzelnd erinnert er sich, dass schon mal „ganz pfiffige“ Besucher das Labyrinth bei „Google Maps“ aufgerufen hatten. Sie wussten wohl nicht, dass die Bilder teilweise mehrere Jahre alt sind. Ziel sollte immer sein, den Aussichtsturm zu finden, so Schweer, nur von dort führt ein Weg zum geplanten Ausgang. Letztes Jahr hatte eine Reihe von Besuchern der Orientierungssinn verlassen und sie fanden den Turm nicht. Sie kamen schließlich wieder am Eingang heraus.

Das Testteam brauchte eine knappe halbe Stunde

Gerade hat ein „Testteam“ von Freunden das Labyrinth ausprobiert. Etwa eine halbe Stunde sollte man für die Suche nach dem richtigen Weg schon einplanen, rät Christian Schweer. Sorgen müsse sich niemand machen, in den 25 Jahren ist noch kein Notruf bei ihm eingegangen. Kinder bis zum Alter von 10 Jahren dürfen nur in Begleitung eines Erwachsenen auf die Spurensuche gehen. Für die Entrichtung des Eintritts hat Christian Schweer eine „Kasse auf Vertrauensbasis“ am Eingang eingerichtet. Das funktioniere sehr gut, berichtete er, lediglich der Umstand, dass die festgeschraubte Kasse bereits mehrmals heraus-geflext wurde, ärgert ihn sehr. „Das Geld wird natürlich jeden Abend aus der Kasse entnommen, erklärt er. Kinder bezahlen drei Euro und fünfzig Cent, Erwachsene vier Euro. Wer den Weg beim ersten Mal nicht findet, darf es selbstverständlich kostenlos noch einmal versuchen. Auf der vorgelagerten Obstwiese erlaubt Familie Schweer Picknick, verbunden mit der Bitte, den Müll wieder mitzunehmen. Schulklassen können sich bei ihm als Gruppe anmelden, ebenso Personen, die eine nächtliche Spurensuche mögen. Tel.: 0151/14740444. Kürbisfreunde kommen seit zwei Jahren zusätzlich auf ihre Kosten. Familie Schweer bietet eine breite Palette von Speise-, Zier-, und Schnitzkürbissen an. Geöffnet ist das ausgeschilderte Labyrinth an der Straße Am Schäferhof in der Zeit von 8 Uhr bis 20 Uhr. Anfang Oktober wird das Feld abgeerntet und der Mais wandert in ein Silagelager.