noch kleiner als der Zaunkönig”, erklärt Marc Jameson, der mit der Gruppe gleich mehrere Lebensräume der Tiere durchwanderte. Im Wald, in Feuchtbiotopen, Gärten mit alten Obstbeständen sowie auf den Äckern und Feldern gab es allerhand zu beobachten. Besonders interessierte es einige mitwandernde Elternteile, wo sich ihre Sprößlinge vor einigen Wochen im Wald nützlich gemacht und Hütten gebaut hatten. Auf den Feldern nur dunkler Matsch statt weißem Winterschnee, die Tierwelt zieht sich seit Monaten zurück, macht da eine naturkundliche Wanderung überhaupt Sinn? „Ja”, meint Jameson, „durchaus, denn auch wenn der größte Teil der Singvögel seit August, September in wärmere Gefilde aufgebrochen ist, so gibt es durchaus noch Tiere, die jetzt unterwegs sind oder bleiben werden”. Zu denen, die in unserer Region überwintern, gehören auch die Wacholderdrosseln. Einen ganzen Trupp, vielleicht 100 Vögel, sichteten die Wanderer schon am Reinsdorfer Weg. Ein Buntspecht, der noch mit seinem Frühstück auf einer Linde beschäftigt ist. Zwangsläufig wurden auf der Winterwanderung auch größere Tiere aufgeschreckt. So hoppelten Hasen über die Felder, führte ein kapitaler brauner Bock ein Rudel Rehe an, denen zwei schwarze Ricken folgten, die in dieser Farbe eher selten zu sehen sind. Nach vier Stunden und neuen Erkenntnissen über die Natur endete die Wanderung wieder in Schoholtensen.
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