Bei einer ersten Besichtigung des Arbeitskreises der Dorfgemeinschaft mit Matthias Reinhold vom Planungsbüro Reinhold wurden besonders drei Bereiche in Augenschein genommen, die bei der Gestaltung der Dorferneuerung einen wichtigen Aspekt spielen könnten. Dabei zeigte sich, dass der Bereich am Friedhof, der Kirche und dem Ehrenmal besonders gut eignet seien, einen zentralen Platz zu schaffen, der einen parkähnlichen Charakter erhalten könnte. Überhaupt eigne sich die Kirchstraße als „zentrale Achse” durchgängig neu zu gestalten, wobei der Kreuzungsbereich Rolfshagener Straße mit einbezogen werden sollte. Bei dem „Ideenrundgang” wollte der Planer von den Rolfshägern Meinungen einfangen, um später Pläne zu erstellen, die weiter diskutiert werden können. So scheint es nicht abwägig, aus der Kirchstraße eine Allee zu machen und den Weihnachtsmarkt vor der Kirche und dem Ehrenmal zu veranstalten. „Der Platz eignet sich geradezu hervorragend für eine Neugestaltung, wobei man dem Fahrzeugverkehr und den Parkplätzen Rechnung tragen muß”, so Matthias Reinhold. Der „Stöhnebrink” sollte erhalten bleiben und mit pfiffigen Ideen umgestaltet werden, ferner sollen, wie bereits vorgesehen, am Horstsieck gegenüber dem Schwimmbad Wohnmobilparkplätze angelegt werden. Der Multifunktionsplatz bedarf einer gewissen Grundordnung, mit geordneten Park- und Spielmöglichkeiten, die von Kindern und Jugendlichen genutzt werden.
Mit angedachten Bepflanzungen und Abgrenzungen konnten sich die Teilnehmer noch nicht anfreunden, denn der Platz soll als Freifläche für Veranstaltungszelte oder Großereignisse erhalten bleiben. Thema war aber auch der Verkehrsfluss im Horstsieck, der gern als „Abkürzung” in Richtung Obernkirchen genutzt wird. Auetals Bauamtsleiter Friedhelm Liwack sieht dringenden Bedarf in der Umgestaltung der alten Schule, die jetzt überwiegend als Kindertagesstätte genutzt wird. Der Vorbau sollte sich dem Haus insgesamt mehr anpassen und ein neues Satteldach erhalten. Angemerkt wurde von den Arbeitskreismitgliedern die schlechte Ausleuchtung des Schulhofes und der Zugang zu der Sporthalle bei Dunkelheit. Zum Abschluss des Rundganges fasste Ortsvorsteher Rüdiger Teich im Kindergarten die ersten Ergebnisse zusammen und ermunterte die Teilnehmer, weiter aktiv mitzuwirken an der Gestaltung des Ortes. „Wir haben mit der finanziellen Zusage aus den EU-Töpfen zur Dorferneuerung jetzt die einmalige Chance, planerisch das umzusetzen, was uns schon jahrelang unter den „Fingernägeln” brennt” und der Gemeindehaushalt nie hergeben würde.” Der Ortsvorsteher kündigte weitere Sitzungen an, in denen die Pläne weiter diskutiert werden sollen und machte deutlich, dass jeder Rolfshäger, der konstruktiv mitarbeiten will, in dieser Runde gern gesehen ist. Foto: tt