Die Mehrheit des Ausschusses sah keinen Sinn darin, dem BSV Geld zu geben. Einen entsprechenden Antrag hatte der BSV-Vorstand gestellt. 2000 Euro wurden darin gefordert. Einzig Ignaz Stegmiller (FDP) wollte dem Verein auch im kommenden Jahr Geld zubilligen. Sein Argument: Der BSV habe im vergangenen Jahr die zur Verfügung gestellte „Anschubfinanzierung” von 1000 Euro nicht abrufen können, weil kein geeigneter Platz gefunden werden. Volker Dahle (CDU) sprach sich klar dafür aus, den Antrag abzulehnen. Auch die Zubilligung von Geld für 2008 sei schon „systemwidrig” gewesen, fand er. Eben weil das Geld zugesagt worden war, ohne das der BSV ein bestimmtes Projekt habe vorweisen können. Er wolle dem Verein keinen „Blankoscheck” aushändigen. Gerd Grädener von der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR), Catrin Döpke (SPD), Joachim Stürck und Sebastian Klein (beide CDU) schlossen sich dieser Meinung an.
Peter Friedrichkeit (SPD) meldete sich mit der Bemerkung „Ihr seid Heuchler” zu Wort. Der Verein habe konkrete Vorschläge gemacht, die Stadt aber habe sich verweigert. Dem Bouleverein würde doch nichts anderes übrig bleiben, als sich mit Geld auszustatten. Den Verein jetzt „hängen zu lassen”, empfand Friedrichkeit als heuchlerisch. Dieser Auffassung trat Ralf Sassmann entschieden entgegen.
Die Stadt habe sehr wohl Platzvorschläge gemacht, die vom BSV aber abgelehnt wurden. Der Verein könne sehr wohl weitere Platzvorschläge machen oder selbst einen Platz erwerben. Dann könne man auch nachvollziehen, um welche Kosten es gehen wird. Der Vorschlag von Stegmiller, wenigstens 1000 Euro für den BSV im Haushalt stehen zu lassen, wurde mit vier Nein- und drei Ja-Stimmen abgelehnt.