Doch „von oben” lässt sich der Rückweg noch längst nicht erblicken: Am schnellsten, etwa 20 Minuten, finden Menschen mit gutem Orientierungssinn hier raus, so Maisfeldbesitzer Schweer, der in mühevoller Arbeit das Labyrinth mit einem Mähwerk hinein gefahren hat. Andere brauchen dagegen über eine Stunde bis sie das Ziel und damit den Ausgang erreicht haben. „Bis jetzt hat aber jeder wieder rausgefunden.
Wer Panik bekommt, kann immernoch direkt zwischen den Stauden hindurchgehen”, erklärt der Landwirt. Interessierte für Nachtwanderungen sowie Kindergeburtstage können unter 0151/14740444 mit Schweer einen Termin ausmachen. Wenn mehrere Gruppen auf einmal kommen, herrscht auf dem Maisfeld nämlich Chaos. Auch wer im Dunkeln wandern möchte, sollte sich vorher anmelden.
„Eines nachts kamen wir von einer Party, da hörte ich Stimmen im Labyrinth.
Halbstarke hatten sich am Aussichtsturm zu schaffen gemacht und flitzten wie wild durch die Maisstauden. Da hab ich mich versteckt und den Randalierern einen ordentlichen Schrecken eingejagt”, erinnert sich Schweer schmunzelnd.
Nur mit einer Taschenlampe ausgerüstet wird der Gang durch den stockdusteren Irrgarten schon ziemlich unheimlich. Wildschweine hat der Landwirt bis jetzt noch nicht gesichtet, aber wer einen ruhigen Streifzug wagt kann schon mal einen Hasen vorbeihüpfen sehen. Familie Schweer erbittet am Eingang einen kleinen Obolus, der eigeninitiativ abgegeben werden soll. Wichtig: Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr. Kinder unter zehn Jahren dürfen das Maisfeld nur mit einer erwachsenen Begleitperson betreten. Viele Wege führen nach Rom, aber nur einer durch das Probsthäger Labyrinth. Foto: wa