Das teilweise als Ackerland verwendete Gelände ist von besonders lockerem Boden und mit Grundwasserschichten durchzogen. Das stellte Bauleiter Knuth Nolting aus Bünde vor Herausforderungen. Die Unterkonstruktionen des Systemherstellers Habdank aus dem schwäbischen Göppingen, auf denen jetzt rund 7700 Solarmodule aufliegen, sollen 20 Jahre lang Wind und Wetter standhalten, so lange zahlt der Staat die Einspeisevergütung. Deshalb müssen die Stahlpfosten, die das gesamte System am Boden halten, bei lockerem Erdreich besonders tief gerammt werden. „Mit der Tiefe von 1,80 Metern stellen wir die Haltbarkeit und Sicherheit der gesamten Anlage her”, sagt Geschäftsführer Oliver Matthes. Zwar treiben lange Pfosten auch die Materialkosten in die Höhe, denn Stahl ist teuer, aber Sicherheit gehe schließlich vor.
Auf die Frage, was mit der Anlage passiert, wenn der Staat nach 20 Jahren die Einspeisevergütung nicht mehr bezahlt, hat Nolting eine rasche Antwort parat. „Hier kommt der Vorteil des Industriegebiets ins Spiel. Das Betonwerk ist direkt gegenüber, dann verkaufen wir den Strom eben denen”, schmunzelt der 48-Jährige.
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