Ein Leben für die Gemeinschaft, den Sport und das Auetal | Schaumburger Wochenblatt

Ein Leben für die Gemeinschaft, den Sport und das Auetal

Heinz Kraschewski ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man durch diplomatischen Klugheit und einer natürlichen Ausstrahlung Brücken baut und sachliche Lösungen jenseits von Interessenkonflikten etabliert. (Foto: ste)
Heinz Kraschewski ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man durch diplomatischen Klugheit und einer natürlichen Ausstrahlung Brücken baut und sachliche Lösungen jenseits von Interessenkonflikten etabliert. (Foto: ste)
Heinz Kraschewski ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man durch diplomatischen Klugheit und einer natürlichen Ausstrahlung Brücken baut und sachliche Lösungen jenseits von Interessenkonflikten etabliert. (Foto: ste)
Heinz Kraschewski ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man durch diplomatischen Klugheit und einer natürlichen Ausstrahlung Brücken baut und sachliche Lösungen jenseits von Interessenkonflikten etabliert. (Foto: ste)
Heinz Kraschewski ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man durch diplomatischen Klugheit und einer natürlichen Ausstrahlung Brücken baut und sachliche Lösungen jenseits von Interessenkonflikten etabliert. (Foto: ste)

Heinz Kraschewski ist vor allem als Bürgermeister der Gemeinde Auetal und durch sein intensives sportliches Engagement in der Region Rinteln bekannt ist. Doch was macht Heinz Kraschewski heute, und wie verbringt er seine Zeit nach der aktiven Verwaltungskarriere? Wir blicken bei Käse und Wein im schönen Garten der Familie auf ein bewegtes Leben und einen aktiven Ruhestand.

Von Ostpreußen nach Rinteln: Jugend und erste Schritte

Heinz Kraschewski kam 1971 als Spätaussiedler aus Ostpreußen nach Rinteln. Sein Start in der neuen Heimat stand unter einem besonderen Stern: Die Großmutter hatte bereits in Polen dafür gesorgt, dass die Familie in ihrem Beisein deutschsprachig blieb. So fiel die Integration in Rinteln relativ leicht und bereits im September 1971 begann er in der Grundschule Nord seine schulische Laufbahn, nachdem er zuvor drei Jahre die Grundschule in Polen besucht hatte. Nur einen Monat später trat er dem SC Rinteln bei und begann mit dem Fußballspielen – ein früher, prägender Hinweis auf seine spätere enge Verbindung zum regionalen Sportleben.

Verwaltungsprofi mit Herz für die Kommune

Heinz Kraschewski sammelte jahrzehntelange Erfahrung in der kommunalen Verwaltung und im öffentlichen Dienst. Dieses fundierte Fachwissen in Verwaltungsabläufen und Kommunalrecht legte den Grundstein für seine spätere Laufbahn als Bürgermeister. Seine berufliche Perspektive war stets klar definiert: Er verstand sich als Verwaltungsexperte mit bürgernaher Ausrichtung, der komplexe öffentliche Prozesse verständlich macht und gemeinsam mit Partnern pragmatische Lösungen vorantreibt.

Überparteilich regieren, lokal gestalten: Die Amtszeit im Auetal

Im Mai 2014 trat Kraschewski als parteiloser Kandidat an und mit einem extrem knappen, spannenden Wahlergebnis setzte er sich mit 1.396 zu 1.353 Stimmen gegen seine Mitbewerberin Bela Bettina Lange (Grüne) durch und trat die Nachfolge von Thomas Priemer (SPD) an. Während seiner siebenjährigen Amtszeit prägte er das Auetal durch eine sachorientierte, überparteiliche Verwaltungspolitik. Schwerpunkte waren die frühkindliche Bildung (Ausbau der KiTas), die Breitbandversorgung, die lokale Infrastruktur sowie die Debatten um den Neubau und die Erweiterung der Sporthalle in Rehren. Sein Herzensprojekt: Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) in Rehren, dessen Geschäftsführer er bis 2024 war und das er bis Ende dieses Jahres weiterhin unterstützend begleitet. Sein positives Fazit: Die Schaffung einer langfristig gesicherten hausärztlichen Versorgung in der ländlich geprägten Gemeinde Auetal ist ein enormer Gewinn für die Menschen vor Ort. Bei der Kommunalwahl 2021 trat Kraschewski nicht erneut an und verabschiedete sich in den verdienten Ruhestand. Nachfolger wurde Jörn Lohmann.

Ehrenpräsident, Familienmensch und sportlicher Orientierungspunkt

Neben Politik und Beruf ist Kraschewski eine prägende Figur des regionalen Sports. Er ist seit 55 Jahren Mitglied beim SC Rinteln (SCR), wo er in der Jugend und im Herrenbereich aktiv Fußball spielte. Über mehr als 25 Jahre engagierte er sich im Vorstand des Vereins, davon 13 Jahre als 1. Vorsitzender. Er spielte eine Schlüsselrolle beim Bau des SC-Vereinsheims und trieb die Neuanlage der Sportflächen (A-, B- und C-Platz) voran. Für seine jahrzehntelangen ehrenamtlichen Verdienste wurde Kraschewski im November 2025 zum Ehrenpräsidenten des SCR ernannt. In Vereinskreisen wird er bis heute liebevoll als der „rot-weiße Leuchtturm“ bezeichnet.

Heute und morgen: Gesundheit, Familie und Engagement

Auch im Ruhestand bleibt Heinz Kraschewski aktiv und engagiert. Seit über 20 Jahren arbeitet er als Kreisgeschäftsführer im Kreisverband der Deutschen Kriegsgräberfürsorge und ist Vorstandsmitglied im Bezirksverband Hannover des Volksbundes. Privat ist er seit 1991 glücklich mit seiner Frau Kerstin aus dem Auetal verheiratet. Die beiden Kinder, Tobias und Caroline, bereiten dem Haus Kraschewski große Freude. Die Familie steht im Mittelpunkt – auch die Zimmer der Kinder im Elternhaus sind noch vorhanden und werden regelmäßig bei Besuchen genutzt.

Ein vielseitiges Hobby-Portfolio

Langeweile kommt im Hause Kraschewski nicht auf. Sein Alltag ist gefüllt mit Dingen, die ihm Freude bringen. Da ist der Kochclub: Gemeinsam mit drei Freunden und deren Ehefrauen werden regelmäßig neue kulinarische Kreise gezogen und Kochkünste ausprobiert. Skifahren in Südtirol steht derzeit auf der Kippe: „Mal schauen, ob das mit dem neuen Knie noch klappt.“ Dafür geht es ins Wasser. Atives Aquajogging und leidenschaftliche Gartenarbeit halten ihn fit. Die Geselligkeit pflegt Heinz Kraschewski unter anderem seit 40 Jahren im Kegelverein „Pumpenschraten“, wo die Verbindung zu alten Fußballkumpels gepflegt wird. Urlaube an der Nordsee und in Italien runden das Freizeitprogramm ab.

Tiefpunkte, Hoffnungen und Ausblick

Vor 23 Jahren erhielt Heinz Kraschewski die Diagnose einer aggressiven Krebsart. Dank moderner Medizin und Medikamenten hat er die Krankheit im Griff. Diese einschneidende Erfahrung hat seine Lebenseinstellung tief geprägt. Sie machte ihn demütig und dankbar für jeden neuen Tag: „Gesundheit geht über alles.“ Sein Blick in die Zukunft ist von Optimismus, der Freude an der Zeit mit der Familie und dem Wunsch geprägt, noch viele gemeinsame, gesunde Jahre zu genießen. Heinz Kraschewski ist ein Paradebeispiel für Engagement in Verwaltung und Sport. Sein Lebensweg zeigt eindrucksvoll, wie persönlicher Einsatz vor Ort die Lebensqualität einer Region nachhaltig verbessert und den Zusammenhalt einer Gemeinschaft stärkt.


Ich bin demütig und dankbar für jeden Tag. Gesundheit geht über alles

Heinz Kraschewski


Sonja und Stephan Weichert
Sonja und Stephan Weichert
Freie Journalisten
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