Auf der Streuobstwiese Hohenrode herrscht reger Andrang, als sich Imker Dennis Dieckmann vor einen Schaukasten stellt und hinter einer Glasscheibe das fleißige Treiben von Bienen auf ihren Waben erklärt. Etwa 25 Mitglieder des Vereins „Naturschutz und Heimatpflege Porta e.V.” haben sich auf den Weg nach Hohenrode gemacht, um sich die Naturschutzprojekte des benachbarten NABU anzuschauen.
Die Imkerei stellte dabei einen Themenschwerpunkt dar. Dr. Nick Büscher, Vorsitzender der NABU-Gruppe Rinteln, stellt vor einer Informationstafel dar: „An dieser Stelle können sich interessierte Besucher unserer Streuobstwiese selbst über die Besonderheiten dieser alten Kulturlandschaft informieren!”
Beeindruckt hört man dem Rintelner Naturschützer dabei zu, wie er von den arbeitsintensiven Pflegemaßnahmen auf der Obstwiese berichtet, wozu der Obstbaumschnitt genauso gehört wie das Freischneiden von Obstbäumen und das Zurückschneiden der Naturhecke.
Weiter geht es Richtung Schafstall, wo Britta Raabe die Beweidung und die Nutzung der Schafwolle vorstellt.
Von der am Fuße des Lipper Berglandes gelegenen Obstwiese führen die Rintelner Naturschützer die an der Natur interessierte Gruppe hinab in die Auenlandschaft Oberweser, wo man eine große Zahl Schwalben zu sehen bekommt, die dicht über dem Wasser nach Insekten jagen. Entlang der eingezäunten Bereiche erläutert Dr. Büscher das Beweidungsprojekt sowie die weiteren Artenschutzprojekte zu Flussseeschwalbe und Fischadler, die mit Brutflößen und Kunsthorst unterstützt werden sollen, in der Auenlandschaft heimisch zu werden.
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