Wie Astrid Bunselmeyer selbst erläutert hatte, gebe es gleich mehrere Gründe für ihren Wechsel: Einerseits seien es familiäre Bande in ihrer neuen Heimat in Holte (Gemeinde Bissendorf), andererseits sei sie glücklich darüber, wieder im Pflegebereich tätig zu sein.
Der neue Aufgabenbereich der Noch-Nikolai-Pastorin wird zwei halbe Stellen umfassen: Als Seelsorgerin der evangelischen Kirchengemeinde in Holte und im Krankenhaus des benachbarten Kurortes Bad Rothenfelde.
Astrid Bunselmeyer hatte im November 2006 die Nachfolge von Pastor Ulrich Wöhler angetreten, der seitdem als Superintendent in Holzminden tätig ist. Astrid Bunselmeyer war zuvor in Bremerhaven-Lehe tätig gewesen - einem „sozialen Brennpunkt” im Zentrum der Hafenstadt an der Weser. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger für die scheidende Seelsorgerin ist dem Vernehmen nach noch nicht in Sicht. Superintendent Andreas Kühne-Glaser hatte eine „längere Vakanz” angekündigt, die er auch selbst auszufüllen gedenkt. Die Stelle soll aber auf jeden Fall noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden. -
Nachdem Astrid Bunselmeyer ihre letzte Predigt gehalten hatte, lieferte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz in einer seiner letzten Amtshandlungen die Laudatio für die scheidende Pastorin.
„Kommen und Gehen, es bestimmt unser Leben,” hatte Buchholz eingangs sinniert - kam dann aber bald auf das vielfälige soziale Engagement der Pastorin zu sprechen. Dazu habe nicht nur die Betreuung der Gemeindemitglieder in allen Lebenslagen gehört, sondern auch die Taufe von Kindern, die Konfirmation von Jugendlichen, die Schließung von Ehen, und das Geleiten von Verstorbenen zur letzten Ruhestätte.
Besonders die Arbeit mit Kindern habe ihr dabei besonders am Herzen gelegen, so Buchholz: „In Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden Johannis, Todenmann und Krankenhagen haben Sie wertvolle religionspädagogische Arbeit geleistet.” Und besondere Dankesworte richtete der Bürgermeister an die Pastorin dafür, dass sie schon vor Jahren dafür gesorgt habe, dass im Oberlin-Kindergarten eine Inklusionsgruppe hatte eingerichtet werden können.
Die letzte Amtshandlung im Rahmen des Gottesdienst oblag schließlich Superintendent Andreas Kühne-Glaser, der Astrid Bunselmeyer segnete mit den Worten: „Ich gebe Sie frei!”