Die CDU verfolgt seit mehreren Jahren im Kreistag eine an Sachfragen orientierte Zusammenarbeit mit der SPD-Kreistagsfraktion. Die meisten und besonders die bedeutenden Entscheidungen trugen Christ- und Sozialdemokraten gemeinsam und in enger Abstimmung mit der Verwaltung. Auf diese Linie verwies nun auch der CDU-Kreisvorsitzende Klaus-Dieter Drewes in der Begründung für die Unterstützung der Kandidatur des der SPD angehörenden Farrs. Koalition auf Landesebene, Verhandlungen über eine gemeinsame Regierung auf Bundesebene sowie die Kooperation im Kreistag, die auch eine konstruktive Kooperation mit dem Landrat Farr, den Wahlbeamten und der Amtsleiterebene „ohne Einschränkung umfasse”: All dies seien „durchschlagende Argumente für die mit großem Einvernehmen in einer gemeinsamen Sitzung von Kreisvorstand und den Vorsitzenden der Stadt-, Samtgemeinde- und Ortsverbände getroffenen Entscheidung. Es mache keinen Sinn mit Blick auf die Wahl in eine „künstliche Konfrontation” einzusteigen, so Drewes in der Meldung. Der Schritt sei in der Partei intensiv diskutiert und sorgfältig abgewogen worden. Die Entscheidung sei dann „letztlich einmütig, bei einigen wenigen Enthaltungen” getroffen worden. Der Chef der Kreisverwaltung müsse eine entsprechende besondere Qualifikation mitbringen. „Wir kennen Jörg Farr bestens und können seine fachlichen und menschlichen Qualitäten beurteilen”, formuliert Drewes.