Auf dem Ausbildungsmarkt im Weserbergland stehen die Zeichen kurz vor den Sommerferien auf Endspurt – und die Chancen für Bewerberinnen und Bewerber sind weiterhin gut. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Hameln waren im Mai 2026 noch 1.158 Ausbildungsstellen unbesetzt. Gleichzeitig suchten 1.168 junge Menschen noch nach einem Ausbildungsplatz.

Rein rechnerisch ergibt sich damit nahezu ein ausgeglichenes Verhältnis. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass Angebot und Nachfrage nicht immer zusammenpassen. Während in einigen Berufen weiterhin zahlreiche Stellen offen sind, konzentrieren sich viele Bewerbungen auf wenige, besonders gefragte Ausbildungswege.

„Die Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Dieser Grundsatz gilt mehr denn je“, betont Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln. In nahezu allen Branchen gebe es noch freie Plätze – von handwerklichen Berufen bis hin zu Dienstleistungen.

Trotz der aktuell angespannten wirtschaftlichen Lage bleibe eine duale Ausbildung ein verlässlicher Einstieg ins Berufsleben. Wer eine Ausbildung abgeschlossen hat, ist laut Arbeitsagentur seltener von Arbeitslosigkeit betroffen und findet im Ernstfall schneller wieder eine neue Beschäftigung. Gleichzeitig suchen viele Betriebe angesichts des demografischen Wandels dringend Nachwuchs.

Für Jugendliche, die noch unschlüssig sind, empfiehlt die Arbeitsagentur, die Sommerferien gezielt für die Suche zu nutzen. Unterstützung bietet die Berufsberatung, die nicht nur bei der Orientierung hilft, sondern auch Alternativen aufzeigt, wenn der Wunschberuf schwer zu erreichen ist.

Die Berufsberatung ist regelmäßig an Schulen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg präsent und bietet dort Sprechzeiten an. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten gibt es online unter www.arbeitsagentur.de/vor-ort/hameln/fuer-dich-mit-dir-gemeinsam.