Aller Voraussicht nach im Mai werden die Bagger vorfahren, um den Bau des Feuerwehrhauses an der Bergkette einzuleiten. Damit kommt das mit der Fusion von drei Ortswehren verbundene Projekt in die Umsetzung, das sich über Jahre verzögert hatte.
„Die Baugenehmigung liegt vor“, erklärte Marcel Nellesen vom Fachbereich Bürgerdienste im Sachstandsbericht zum Thema während der Sitzung des Ausschusses für Bürgerdienste, Ordnungswesen und Feuerwehr. Formalien für einen Grundstückskauf würden abgewickelt, die nötigen Baumfällarbeiten seien nun vor Beginn der Brut- und Setzzeit abgeschlossen worden. Ausschreibungen beispielsweise für Rohbau, Außenanlagen, Gerüstbau, Dache und Tore seien vorbereitet. Im März würden die ersten Ausschreibungen auf den Weg gebracht.
Ausschussmitglied Martin Schaefer betonte, dass sich die Ortswehren auf den Baubeginn sehr freuen würden. Nach der langjährigen Verzögerung könne man jetzt dem Baustart entgegenblicken. Nun sei zu hoffen, dass die Inbetriebnahme Anfang oder Mitte des Jahres 2027 gelingen könne. Hier stimmten Dieter Dönges, Bürgervertreter der SPD, und Jörg Ostermeier (CDU) zu. Dönges erklärte, dass nun auch die baulichen Voraussetzungen für die Fusion der Feuerwehren Reinsen, Obernwöhren und Hörkamp-Langenbruch zur Wehr an der Bergkette geschaffen seien. Ostermeier hielt fest, dass sich durch den langen Stillstand schon eine gewisse Resignation in den Wehren verbreitet habe. Diese werde nun aufgelöst.
Jonas Kunze (FDP) fragte nach der aktuellen Kostenkalkulation. Hier habe sich doch eine deutliche Steigerung ergeben. Nellesen antwortete, dass die Stadt 2019 noch gehofft habe, das Bauprojekt mit rund 4,6 Millionen Euro finanzieren zu können. Inzwischen rechne die Verwaltung mit ungefähr der doppelten Summe, rund 9,3 Millionen Euro.
Eine langwierige Standortsuche und die Notwendigkeit zu einer Vielzahl von Planungsänderungen hatten das Projekt deutlich verzögert.