Bekommt der Gewerbeverein Rodenberg eine Zukunft? | Schaumburger Wochenblatt

Bekommt der Gewerbeverein Rodenberg eine Zukunft?

Viele Stühle blieben für die Mitglieder leer - das soll sich mit der nächsten Mitgliederversammlung ändern. (Foto: gk)
Viele Stühle blieben für die Mitglieder leer - das soll sich mit der nächsten Mitgliederversammlung ändern. (Foto: gk)
Viele Stühle blieben für die Mitglieder leer - das soll sich mit der nächsten Mitgliederversammlung ändern. (Foto: gk)
Viele Stühle blieben für die Mitglieder leer - das soll sich mit der nächsten Mitgliederversammlung ändern. (Foto: gk)
Viele Stühle blieben für die Mitglieder leer - das soll sich mit der nächsten Mitgliederversammlung ändern. (Foto: gk)

Nach jahrelangem Stillstand bemühen sich Bernd Oberheide und Wolfgang Maasch als ehemalige Vorsitzende um den aktiven Fortbestand vom Gewerbeverein Rodenberg e.V. (GVR). Wiederholte Einladungen zu Mitgliederversammlungen, in denen es um die Zukunft des Vereins gehen sollte, blieben von den 25 Mitgliedern nahezu ungehört – obwohl es letztlich um die Frage ging, ob es für den Verein mangels Vorstands- und Mitgliederengagement noch eine Zukunft geben könne oder ob er vor der Auflösung steht.

Das langjährige Vorstandsmitglied Bernd Oberheide konnte gemeinsam mit der noch amtierenden Vorsitzenden Ursula Rugel in der jüngsten Mitgliederversammlung Mitte September lediglich vier weitere Personen begrüßen. Davon waren zwei interessierte Nichtmitglieder.

„Wir brauchen vor allem einen neuen Vorstand“, erklärt Rugel, die das Amt selbst nicht mehr ausführen wird. Nur aus ihr bestehe derzeit der Vorstand, „die weiteren Vorstandsmitglieder sind abgetaucht“, erklärte Oberheide in der Versammlung.

Schließlich votierten die Anwesenden für die Einladung zu einer Mitgliederversammlung, in der zunächst das Interesse am Verein erfasst werden soll und letztlich die Bildung eines Vorstands für einen Neuanfang im Mittelpunkt steht.

Nicht nur die Mitglieder, sondern insgesamt 80 Firmen erhielten für diese entscheidende außerordentliche Mitgliederversammlung am Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr, im Tennis-Clubraum, Am Sportplatz 1, Rodenberg, einen Brandbrief. Insgesamt 75 Prozent der Mitglieder müssten für entsprechende Entscheidungen an der anberaumten Versammlung teilnehmen. Drei Entscheidungsebenen bestehen: Neue Vorstandsbildung, die Bildung eines Notvorstands zum grundsätzlichen Neustart oder die Auflösung des Vereins, wenn die erstgenannten Punkte nicht umsetzbar sind.

Der Gewerbeverein Rodenberg hat eine lange und erfolgreiche Geschichte. Über viele Jahre haben sich Gewerbetreibende zusammengeschlossen, Veranstaltungen organisiert, gemeinsame Interessen vertreten und sich für eine lebendige Rodenberger Geschäftswelt eingesetzt.

Bernd Oberheide sieht nach eigenen Angaben in der anstehenden Mitgliederversammlung „den allerletzten Versuch des Vorstandes des Gewerbevereins“, den Verein zu erneuern und somit zu neuem Engagement zu führen.

Oberheide: „Anlässlich der letzten Informations- und Mitgliederversammlung vom 18. September hatten die anwesenden Mitglieder und Gäste eigentlich entschieden, den Verein aufzulösen.“ Nach internen Beratungen mit zwei eventuellen Neueinsteigern des Vereins „möchten wir mit dem Brandbrief die Restmitglieder des GVR noch einmal wachrütteln und den allerletzten Versuch starten, um einen Neuanfang zu vollziehen“.

Es gehe nicht darum, jede Woche viele Stunden für den Verein aufzubringen. „Es geht darum, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen, Ideen einzubringen und dafür zu sorgen, dass die Gewerbetreibenden in Rodenberg auch künftig eine gemeinsame Stimme haben. Wenn wir dafür genügend Menschen finden, kann der Gewerbeverein neu beginnen.“ Für den Fall, dass kein tragfähiger Neuanfang zustande kommt, sieht die Tagesordnung die Beschlussfassung über die Auflösung des Gewerbevereins Rodenberg e.V. vor.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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