Direkt neben der Stadtkirche, auf dem Platz am Herder-Denkmal, entsteht ab Montag, den 31. August, für drei Wochen ein Ort, den es in Bückeburg so noch nicht gab: das „Dock“. Ein Pop-Up-Projekt der Netzwerkstelle Bildung in Kooperation mit dem Landesjugendpfarramt Schaumburg-Lippe, das Kirche mitten ins Alltagsleben der Stadt holen soll.
„Wir wollten keinen Ort bauen, an dem man vorbeigeht. Wir wollten einen, an dem man hängen bleibt“, sagt Amelie-Katharine Schmidt, Landesjugenddiakonin des Landesjugendpfarramts. Genau das soll mit dem „Dock“ gelingen: Ein Treffpunkt, der montags bis freitags von 8 bis 21 Uhr geöffnet hat und in dem sich Schulklassen, Jugendliche und junge Erwachsene genauso begegnen wie alle, die einfach neugierig vorbeischauen.

Drei Wochen, drei Worte:

Der Name ist Programm: andocken. auftanken. ablegen. Drei Begriffe, die längst auf den Dock-T-Shirts und Bierdeckeln stehen und jetzt zum roten Faden des ganzen Projekts werden.
31. August bis 4. September: Andocken. Ankommen, Räume öffnen, Vertrauen schaffen. Wo legst du gerade an und bei wem?
7. September bis 11. September: Auftanken. Pause, Spiritualität, Selbstfürsorge. Was gibt dir Energie und was zieht sie dir raus?
14. September bis 20. September: Ablegen. Loslassen, Aufbruch, Segen für das Neue. Was willst du hinter dir lassen?
Jede Woche bekomme so ihr eigenes Gesicht, ohne dass sich das Grundprogramm groß ändert: Tagsüber öffne sich das „Dock“ vormittags gezielt für den Religionsunterricht. Für jede Klassenstufe von sieben bis zehn gibt es ein eigenes 90-minütiges Format, das am jeweiligen Wochenthema entlangläuft. Nachmittags verwandelt sich das Zelt in ein offenes Café, abends in eine Bühne. Drei feste Andachtszeiten, morgens, mittags und um 20:45 Uhr der Abendsegen, geben dem Tag seinen Rhythmus, dazwischen ist bewusst Platz für das, was sich einfach entwickelt.

Ein Programm, das lebt

Neben den offenen Café-Abenden füllt sich das „Dock“ mit einem bunten Abendprogramm: Konzerte, Filmabende, Diskussionsrunden und Formate, bei denen die Bühne einfach denen gehört, die etwas zeigen wollen. Nicht alles steht schon fest und das ist Absicht: Das „Dock“ soll ein Ort bleiben, der sich während der drei Wochen weiterentwickeln kann. Zwei Termine stehen aber schon jetzt fest und lohnen sich besonders:
Das Schaumburger Duo „Storch & Storch“ bringt seine stimmungsvollen Pop-, Folk- und Jazz-Songs ins „Dock“, Karen und Christoph von Storch sind in der Region längst ein Begriff, unter anderem durch Auftritte beim „Jungle Room“ in Kleinenbremen und der Langen Nacht der Kultur. Zu erleben am 11. September, 19 Uhr.
Am 7. September, 19 Uhr, ist außerdem der Pianist, Komponist, Musikproduzent und Autor Jan Simowitsch zu Gast – von 2016 bis 2024 war er als Pop-Kantor Referent für Popularmusik in der Nordkirche. Ein Abend mit viel musikalischem Input, guten Gesprächen und Begegnungen.
Am 4. September ist zudem ein Jugendgottesdienst in der Stadtkirche geplant, direkt nebenan als bewusster Brückenschlag zwischen dem „Dock“ und der Kirche. Den Rahmen schließt der Abschlussgottesdienst am 20. September, der große Segen für den Aufbruch.
Das vollständige, laufend aktualisierte Programm liegt während der drei Wochen im Dock selbst aus.

Ein Versprechen, kein Gebäude:

„Das Dock ist ein Ort. Aber vor allem ist es ein Versprechen: Hier ist Platz für dich“, so Diakon Alexander Hennies. „Wir müssen niemanden erst einladen, ein bestimmtes Bild von Kirche mitzubringen. Wer vorbeikommt, ist genau richtig.“
„Ob spontaner Kaffee, ein Konzertabend oder einfach zehn Minuten Innehalten beim Abendsegen: Das „Dock“ öffnet sich vom 31. August bis zum 20. September für alle, die andocken, auftanken oder ablegen wollen“, so die Landeskirche in einer Pressemeldung. Das Programm ist auch unter www.ev-jugend-sl.de einsehbar.