Ein dritter Bewerber zum Amt des Verwaltungschefs steht fest | Schaumburger Wochenblatt

Ein dritter Bewerber zum Amt des Verwaltungschefs steht fest

Ralph Tegtmeier während seiner Vorstellung auf dem Neujahrsempfang. (Foto: privat)
Ralph Tegtmeier während seiner Vorstellung auf dem Neujahrsempfang. (Foto: privat)
Ralph Tegtmeier während seiner Vorstellung auf dem Neujahrsempfang. (Foto: privat)
Ralph Tegtmeier während seiner Vorstellung auf dem Neujahrsempfang. (Foto: privat)
Ralph Tegtmeier während seiner Vorstellung auf dem Neujahrsempfang. (Foto: privat)

Ralph Tegtmeier will Bürgermeister der Samtgemeinde Nenndorf werden. Seine Partei hat ihn als Kandidaten auf dem diesjährigen SPD-Neujahrsempfang präsentiert.

Der gebürtige Riepener und langjährige Ratsherr zeigte sich mit Blick auf den Urnengang am 13. September zuversichtlich: „Ich glaube, dass ich den Wettbewerb nicht scheuen muss!“ Der stellvertretende Vorsitzende des Nenndorfer SPD-Ortsvereins Matthias Kahle erläuterte den anwesenden rund 90 Gästen, dass man Tegtmeier mit 100 Prozent der Stimmen nominiert habe.

Tegtmeier selbst betonte: „Ich bin einer von hier. Hier ist meine Heimat!“ Er habe sich bewusst schon früh ehrenamtlich für sein Umfeld engagiert, in der Politik ebenso wie im Sport, so der frühere Handballer. Tatsächlich engagiert sich Tegtmeier bereits seit seinem 18. Lebensjahr in der heimischen Politik. Seit 2006 ist der Familienvater mit Mandaten im Bad Nenndorfer Stadtrat und im Nenndorfer Samtgemeinderat vertreten.

Seit 2011 ist er auch Mitglied des Schaumburger Kreistags. In dieser Wahlperiode wurde Tegtmeier zum stellvertretenden Samtgemeindebürgermeister gewählt. So erklärt der 53-Jährige denn auch: „Ich bin mit unseren kommunalen Themen bestens vertraut und weiß wie Kommunen in Politik und Verwaltung ticken!“

Als wesentliche Samtgemeindethemen der nächsten Jahre benennt er die verlässliche Kinderbetreuung in Kitas und Schulen, die Stärkung des Ehrenamts in Vereinen und Feuerwehren durch die Modernisierung der Wehren und Sportstätten sowie die nachhaltige Entwicklung von Wohnraum für alle Generationen.

Persönlich liege ihm aber auch eine gute aufsuchende Jugendarbeit, die Integration aller neuen Einwohnerinnen und Einwohner und das Eintreten gegen Rechtsextremismus und Populismus am Herzen.

Neben der politischen Erfahrung bringt er über 20 Jahre Berufserfahrung mit. Der gelernte Bankkaufmann hat nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre 2004 seine juristische Ausbildung in Hannover, Bielefeld und Hamm absolviert und ist seither in der Versicherungsbranche tätig, davon 15 Jahre in leitender Funktion.

Als schwierigstes Thema der nächsten Jahre sieht er die desolaten Finanzen. Städte, Gemeinden und Kreise schafften es nicht mehr allein, ihre Aufgaben finanziell zu meistern. „Wir müssen Bund und Land deutlich machen, dass sie keine weiteren Aufgaben auf die Kommunen übertragen dürfen und die übertragenen Aufgaben adäquat ausstatten!“, so der Sozialdemokrat.

Tegtmeier sieht sich in der „Scharnierfunktion zwischen Politik und Verwaltung“. „Ich will gerne da vermitteln, wo es hakt!“ Er wolle in der Sache überzeugen und mag keine populistischen Zuspitzungen.


Winfried Gburek
Winfried Gburek
Freier Redakteur Schaumburger Wochenblatt
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