Die heimische Hilfsorganisation „Interhelp – Deutsche Gesellschaft für internationale Hilfe“ will in Nepal den Überlebenden der Flutkatastrophe helfen.
„Wir sind heute um 4.40 Uhr deutscher Zeit um Hilfe gebeten worden“, sagte der Vorsitzende Ulrich Behmann am frühen Freitagmorgen. Was jetzt unter anderem gebraucht werde, zeige das Ausmaß des Schreckens: Leichensäcke für die vielen Toten und Schutzhütten für Menschen, die alles verloren haben und nur ein nacktes Leben retten konnten. Nach Angaben von Interhelp-Kontaktmann Rabindra Puri wurden allein in Nepal 18 Schulen zerstört. „Für Tausende Familien hat nach der verheerenden Sturzflut ein Albtraum begonnen“, sagt der Interhelp-Vorsitzende. Rund 1500 Menschen gelten weiterhin als vermisst, darunter sind acht Deutsche. Während sich Rettungskräfte durch Schlamm, Geröll und zerstörte Täler wühlen, hoffen Angehörige auf ein Lebenszeichen. Die Zahl der Toten steigt von Stunde zu Stunde: 469 wurden bereits aus den Schlamm-Massen geborgen. Interhelp ruft zu Spenden auf. „Bitte helfen Sie uns helfen“, sagt Vize-Präsident Roman von Alvensleben. Jeder Euro zähle, um Not und Elend lindern zu können, fügt Vorstandsmitglied Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe hinzu. Die Lage sei dramatisch.
Interhelp habe viel Erfahrung mit Hilfseinsätzen weltweit, wie die Organisation per Pressemeldung erklärt. Die gelte auch für Nepal: Nach dem verheerenden Erdbeben im Jahr 2015 habe die heimische Hilfsorganisation Spenden gesammelt, um gemeinsam mit Interhelp-Koordinator und Architekt Rabindra Puri das zerstörte Schulgebäude im abgelegenen Bergdorf Hiledevi neu zu errichten. Zuvor habe Interhelp ein medizinisches Hilfsteam nach Nepal geschickt, das im Katastrophengebiet unter schwierigsten Bedingungen und unter Einsatz des eigenen Lebens Verletzte behandelt habe. Im Mai 2019 sei der Schulneubau feierlich eingeweiht worden.
Interhelp – Deutsche Gesellschaft für internationale Hilfe ist eine gemeinnützige, mildtätige und unabhängige Hilfsorganisation. Sie ist Mitglied im Landesverband privater Rettungsdienst in Norddeutschland e.V. (LPR Nord) und unterstützt weltweit Menschen in Not – insbesondere nach schweren Naturkatastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen.
Die Mitglieder von Interhelp arbeiten ehrenamtlich. Interhelp ist auf Spenden angewiesen, um rasch, effektiv und nachhaltig helfen zu können. Interhelp war die erste ausländische Hilfsorganisation, die nach der Tsunami-Katastrophe in Südasien mit behördlicher Genehmigung den Wiederaufbau auf Sri Lanka gestartet hat. Aber auch in Deutschland, Bulgarien, Kroatien, Polen, in der Ukraine und der Türkei, auf Haiti, den Philippinen, in Indien, Indonesien und in Japan hat Interhelp schon geholfen oder ist aktuell dort noch aktiv.
Wer Interhelp mit Geldspenden unterstützen möchte, findet die entsprechenden Informationen auf www.interhelp.info.