Klartext aus dem Rathaus | Schaumburger Wochenblatt

Klartext aus dem Rathaus

Der Nachtwächterbrunnen auf dem Kirchplatz ist jetzt in den dunklen Stunden wieder beleuchtet.  (Foto: ste)
Der Nachtwächterbrunnen auf dem Kirchplatz ist jetzt in den dunklen Stunden wieder beleuchtet. (Foto: ste)
Der Nachtwächterbrunnen auf dem Kirchplatz ist jetzt in den dunklen Stunden wieder beleuchtet. (Foto: ste)
Der Nachtwächterbrunnen auf dem Kirchplatz ist jetzt in den dunklen Stunden wieder beleuchtet. (Foto: ste)
Der Nachtwächterbrunnen auf dem Kirchplatz ist jetzt in den dunklen Stunden wieder beleuchtet. (Foto: ste)

Personalwechsel im Rathaus, Hoffnung auf Bewegung bei verfahrenen Bauprojekten und der Endspurt zur Hallenbad-Eröffnung: Bürgermeisterin Andrea Lange informierte in einer umfassenden Pressesitzung über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen in Rinteln. Neben der Vorstellung der neuen Leiterin des Tiefbau- und Umweltamtes standen auch richtungsweisende Entscheidungen zur Innenstadt und zum städtischen Sparhaushalt im Fokus.

Frischer Wind im Tiefbau- und Umweltamt

Seit dem 1. Oktober 2026 steht das Tiefbau- und Umweltamt (Amt 66) der Stadt Rinteln unter neuer Führung: Die Hessisch Oldendorferin Nadine Felau hat die Amtsleitung übernommen. Die erfahrene Bauingenieurin bringt eine fundierte Fachkompetenz aus ihren bisherigen Tätigkeiten bei der Autobahn GmbH sowie aus der Niedersächsischen Landesverwaltung mit. Neben tiefgehenden Kenntnissen im Straßen- und Gleisbau verfügt Felau auch über wertvolle Erfahrung bei der Einwerbung und Generierung von Fördermitteln. Für ihren Wechsel ins Rintelner Rathaus gab ein ganz persönlicher Wunsch den Ausschlag: Sie wollte wieder näher an die Praxis rücken und lösungsorientierte Arbeit leiten – ganz nach dem Motto „weg vom reinen Schreibtisch“.

Bewegung in der Klosterstraße und neue digitale Infos

Auch an anderer Stelle in der Stadtpolitik gibt es Bewegung. In Sachen der langwierigen „IMMAC-Baustelle“ in der Klosterstraße zeichnet sich eine neue Perspektive ab, da ein neuer interessierter Investor auf den Plan getreten ist. Bürgermeisterin Andrea Lange stellte klar, dass der jahrelange Stillstand seitens des bisherigen Investors IMMAC nicht länger hinnehmbar sei und eine Verzögerung von weiteren fünf Jahren ausgeschlossen wird. Man prüfe derzeit alle rechtlichen und administrativen Möglichkeiten zur Beschleunigung des Verfahrens. Während Lange weiterhin auf Kooperation statt Konfrontation setzt, betonte sie zugleich, dass im äußersten Fall auch ein Rückübertragungsanspruch des Grundstücks an die Stadt rechtlich geprüft werde. Bürgerfreundlich zeigt sich unterdessen die Rintelner Fußgängerzone: Eine neu installierte Info-Stele steht Passanten ab sofort zur Verfügung, um Fragen rund um das Stadtleben schnell, unkompliziert und digital zu beantworten.

Endspurt für das Hallenbad mit Testbetrieb

Optimistisch blickt die Verwaltung auf die Fertigstellung des Rintelner Hallenbads, dessen Eröffnung noch für dieses Jahr angestrebt wird. Voraussetzung für die Türöffnung ist jedoch das Durchlaufen eines mehrstufigen Testbetriebs. Im Mittelpunkt steht dabei die wasserhygienische Freigabe. Um eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen, muss die Wasseraufbereitung über mehrere Tage unter Volllast laufen, bevor das Gesundheitsamt nach einwandfreien mikrobiologischen Laborproben grünes Licht gibt. Ein integrierter Probebetrieb (Durchschnittlich zwei bis vier Wochen) dient dem Personal zum Einspielen der Abläufe. Zudem ist ein teilöffentlicher Testlauf mit Vereinen geplant, um die Belastbarkeit der Filteranlagen unter realen Bedingungen zu testen.

Radverkehr im Fokus und Sparmaßnahmen beim Brunnen

Weiteres Vorankommen gibt es beim städtischen Radverkehrskonzept. Unter der gemeinsamen Leitung von Bürgermeisterin Andrea Lange und Dezernent Stefan Eggert-Edeler hat die AG Radverkehr ihre konstruktive Arbeit wieder aufgenommen. Erklärtes Ziel der Stadt ist es, das Alltagsradeln künftig noch stärker in den Mittelpunkt der Rintelner Mobilität zu rücken. Dass Rinteln sich derzeit in der Haushaltssicherung befindet und Ausgaben strikt prüfen muss, zeigt sich hingegen am Glasbläserbrunnen: Dieser erstrahlt zwar ab sofort in neuer Illumination, die veralteten und defekten Pumpen werden aus Kostengründen vorerst jedoch nicht wieder in Betrieb genommen.


Sonja und Stephan Weichert
Sonja und Stephan Weichert
Freie Journalisten
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