Der CDU-Kreisverband Schaumburg kritisiert die angekündigten Einschränkungen im S-Bahn-Verkehr während der „Finals“ und des Maschseefestes. Dass die S1 zwischen Minden und Haste zeitweise entfällt und auf der S2 ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird, sei für Pendlerinnen und Pendler im Landkreis nicht hinnehmbar.
„Wir begrüßen große Sportveranstaltungen. Es darf aber nicht sein, dass Menschen im ländlichen Raum den Preis dafür zahlen. Wer täglich auf die S-Bahn angewiesen ist, um zur Arbeit, zur Ausbildung oder zu Terminen zu kommen, darf nicht abgehängt werden“, erklärt die CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Colette Thiemann.
Die Kapazitäten im hannoverschen S-Bahn-Netz seien seit Jahren insbesondere bei Großveranstaltungen ausgeschöpft. Statt ausreichend Fahrzeuge und Personal bereitzustellen, würden erneut Verbindungen im ländlichen Raum gestrichen.
Gerade dort ist der öffentliche Nahverkehr ohnehin benachteiligt. Wer die Verkehrswende ernst meint, muss Verlässlichkeit bieten – nicht Zugausfälle.
Die CDU Schaumburg fordert die Landesregierung und die Region Hannover auf, tragfähige Lösungen für die Kapazitätsprobleme im S-Bahn-Netz zu schaffen. Großveranstaltungen dürften nicht zulasten der täglichen Nutzerinnen und Nutzer gehen.
„Der ländliche Raum ist kein Lückenfüller, aus dem man bei Bedarf Züge abziehen kann. Pendlerinnen und Pendler haben den gleichen Anspruch auf verlässlichen Nahverkehr wie die Menschen in der Landeshauptstadt. Wer Verbindungen streicht, statt Kapazitäten auszubauen, organisiert Mangelverwaltung“, erklärt Thiemann.