„Wenn Schnee und Eis die Straßen glätten, dann ists Winter – woll‘n wir wetten?“ Diese Volksweisheit hat zu Beginn des neuen Jahres einmal wieder seine Berechtigung. Damit Schnee und Eis auf den Straßen der Kreisstadt den Verkehrsteilnehmern möglichst wenig Probleme bereiten, sind die Mitarbeiter des Baubetriebshofes (BBH) schon frühzeitig auf den Straßen der Innenstadt unterwegs. Auf Anfrage, berichtete Britta Dostert, dass der Bereitschaftsdienst des BBH seit dem 1. November für mögliche Einsätze bereitsteht. Am 20. November erfolgte der erste Glätteeinsatz. In der aktuellen Situation arbeiten die Mitarbeiter des BBH in zwei Schichten, beginnend bereits um 3 Uhr morgens.

Stadt setzt auf Präventivstreuung

Mit dem frühen Einsatz, so Dostert, setzt der Fachbereich auf die sogenannte Präventivstreuung. Damit soll erreicht werden, dass mit dem Einsetzen des täglichen Berufsverkehrs die Straßen befahrbar sind. Die zweite Schicht beginnt am späten Nachmittag und arbeitet bis in den späten Abend. Am vergangenen Wochenende (Freitag bis Montag morgen), wurden insgesamt 288 Stunden für den Winterdienst geleistet. Zu Beginn der Saison ist das Salzlager mit circa 150 Tonnen Streusalz gefüllt. Verbraucht sind bis jetzt etwa 50 Tonnen. Durch einen Umbau und einer Modernisierung können in diesem Jahr erstmalig 60 Kubikmeter Sole halbautomatisch angemischt und gelagert werden. Bis 2025 waren es lediglich drei Kubikmeter, die zudem auch noch per Hand gemischt werden mussten. Für den Winterdienst steht dem BBH ein Pool von Spezialfahrzeugen zur Verfügung.

Fünf Spezialfahrzeuge im Einsatz

Drei größere Lkw mit Winterdienstausrüstung werden ergänzt durch zwei kleine, knickgelenkte Schmalspurfahrzeuge, ebenfalls mit spezieller Winterdienstausrüstung. Dostert wies besonders daraufhin, dass eine Satzung der Stadt den Einsatz des Winterdienstes regelt. Danach ist der BBH grundsätzlich für die Straßen mit der Priorität 1 zuständig. Das sind vor allem Hauptstraßen und Ortsdurchfahrten, Schulwege, Verbindungswege des ÖPNV, Zubringerstraßen sowie Fußgängerüberwege an Kreuzungen. Den Straßen an der Bergkette gilt eine besondere Beachtung, da diese aufgrund der Topografie sowie des zumeist höheren Schneefall-Aufkommens stärker betroffen sind. Nebenstraßen werden nachrangig oder sogar gar nicht geräumt.

Tipps und Bitten

Für alle Verkehrsteilnehmer hat die städtische Mitarbeiterin noch ein paar Tpps und Bitten auf Lager:
- Genug Zeit für den Arbeitsweg einplanen
- An die Witterung angepasst zu fahren
- Streufahrzeuge keinesfalls überholen
- Kleineren Winterdienstfahrzeugen, die auf Gehwegen agieren, Vorfahrt beim Einfädeln auf die Straße zu gewähren – Geduld und Verständnis gegenüber den „orangenen“ Mitarbeitenden aufzubringen – sie können nicht überall gleichzeitig sein
- Die eigene Winterdienstpflicht (Fußgängerüberwege und Gehwege mindestens bis zu einer Breite von 1,5 Metern freihalten) zu beachten, um die Wege für alle sicherer zu machen.
Der Hinweis zu „Räum- und Streupflichten anlässlich des Winterwetters“ mit weiteren Einzelheiten ist auf der Homepage der Stadt: www.stadthagen.de sowie auf dem „Stadt.Punkt“ veröffentlicht.