Sinkendes Frachtschiff: Großeinsatz am Mittellandkanal – gemeldete Lage bestätigte sich nicht | Schaumburger Wochenblatt

04.02.2026 08:42

Sinkendes Frachtschiff: Großeinsatz am Mittellandkanal – gemeldete Lage bestätigte sich nicht

Kontrolle am Schiff. (Foto: Kreisfeuerwehr Schaumburg)
Kontrolle am Schiff. (Foto: Kreisfeuerwehr Schaumburg)
Kontrolle am Schiff. (Foto: Kreisfeuerwehr Schaumburg)
Kontrolle am Schiff. (Foto: Kreisfeuerwehr Schaumburg)
Kontrolle am Schiff. (Foto: Kreisfeuerwehr Schaumburg)

Am Dienstagnachmittag wurden zahlreiche Einsatzkräfte zum Mittellandkanal nach Pollhagen gerufen, da die Alarmmeldung einging, dass ein Schiff zu sinken drohe (T-SU3 Schiff sinkt). Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Frachtschiff leckgeschlagen war und im Hafenbereich zu sinken drohte. Feuerwehrkräfte aus der Samtgemeinde Niedernwöhren und Stadthagen, sowie aus Petershagen, sind zusammen mit der DLRG und dem THW im Einsatz.

Nachtrag 4. Februar. Mittlerweile liegen neue Informationen von der Kreisfeuerwehr Schaumburg vor.

Demnach waren zeitweise rund 100 Einsatzkräfte vor Ort, um die Lage zu erkunden, da die Meldung einging, ein Frachtschiff drohe zu sinken. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass das Schiff nicht leckgeschlagen war, sondern lediglich auf Steinen und Eisschollen festsaß.

Binnenschiff saß auf Steinen und Eisschollen fest

Die Feuerwehrkräfte aus der Samtgemeinde Niedernwöhren, Stadthagen und Petershagen, unterstützt von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und dem Technischen Hilfswerk (THW), rückten mit einem Großaufgebot an. Auch die Feuerwehr Pollhagen war mit einem Mehrzweckboot im Einsatz, ebenso wie die Feuerwehren Meerbeck-Niedernwöhren, Nordsehl-Lauenhagen und Stadthagen. Die DLRG brachte mehrere Boote in Stellung, und die Feuerwehr Petershagen-Lahde aus Nordrhein-Westfalen unterstützte mit einem weiteren Mehrzweckboot. Der Fernmeldezug der Kreisfeuerwehr setzte eine Drohne zur Lageerkundung ein.

Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde das rund fünf Meter vom Ufer entfernte Binnenschiff mithilfe der Hubrettungsbühne der Feuerwehr Stadthagen erreicht. Die gemeldete Gefahr eines Wassereinbruchs bestätigte sich nicht, sodass die Einsatzleitung die Zahl der eingesetzten Kräfte deutlich reduzierte.
Taucher der DLRG kontrollierten das etwa 67 Meter lange Schiff und stellten fest, dass es auf Steinen und Eisschollen aufsaß. Die Einsatzstelle wurde schließlich an die Wasserschutzpolizei übergeben, die die weiteren Maßnahmen übernahm. Nach rund vier Stunden konnten die letzten Einsatzkräfte wieder abrücken.


Von red
north