Startschuss für mutige Eisschwimmer | Schaumburger Wochenblatt

06.02.2026 12:53

Startschuss für mutige Eisschwimmer

. (Foto: privat)
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Der Countdown bis zur offiziellen Saisoneröffnung läuft. Doch jetzt ist erst einmal das Eisschwimmen in Obernkirchen angesagt: Am Sonntag, 8. Februar, verwandelt sich das Sonnenbrinkbad zwischen 10 und 13 Uhr in eine frostige Bühne für alle, die Kälte mehr als nur vom Hörensagen kennen.

Im Sonnenbrinkbad ist das Wasser über die Saison angenehme 26 Grad Celsius warm, dafür ist das Obernkirchner Schwimmbad bekannt. Doch von diesen Temperaturen darf man an diesem Sonntag leider nur träumen. Jetzt ist das Wasser „naturbelassen”, unbeheizt und so dürfte das Thermometer irgendetwas um den Gefrierpunkt anzeigen. Wer ins Wasser steigen möchte, sollte also hartgesotten sein. Neoprenanzüge sind ausdrücklich erlaubt, denn für die mutigen Schwimmer heißt es am Sonntag, dass alles gut ist, was aufwärmt. Dazu gehören natürlich auch eine heiße Dusche im Anschluss an das Eisbad, dicke Decken und viel Applaus vom Beckenrand.
Wo sonst Kinder vom Beckenrand springen und Familien Bahnen ziehen, klirrt jetzt die Winterluft über dem Wasser. Das Eisschwimmen tritt an die Stelle der früheren Eiswette und soll mit großem Spaß für alle Teilnehmer die Wartezeit bis zur Freibadsaison am Mitte April verkürzen. Im vergangenen Jahr fand die Idee großen Anklang und wird daher nun zum zweiten Mal angeboten.

„Das Wasser ist im selben Zustand wie bei der Eiswette“, betont Betriebsleiter Manuel Steckel. Also im Grunde naturbelassen, da die Filterung über den Winter nicht läuft, aber mit kontinuierlichem Frischwasserzulauf. Um das Sonnenbrinkbad auf Vordermann zu bringen wurde vorher natürlich noch geputzt, Laub entfernt und alles schön gemacht. Steckel selbst will zeigen, dass er es ernst meint: Auch er plant, am Sonntag ins Becken wieder zu steigen. Ob es dabei in diesem Jahr auch wirklich einmal „Eis” im Becken zu sehen gibt, bleibt abzuwarten. Laut Wettervorhersage soll es am Sonntag recht mild werden mit Temperaturen leicht über dem Gefrierpunkt.

Am Beckenrand ist die Stimmung weniger frostig. Während sich die Mutigen Meter um Meter durch das kalte Wasser kämpfen, können Zuschauer das Spektakel bei Grillwurst, Glühwein, Kaffee und Tee verfolgen. DRK und DLRG achten dabei im Übrigen auf das Wohlergehen der Schwimmer und können jederzeit eingreifen.

Wer sich selbst nicht ins Wasser traut, kann trotzdem mitfiebern und sich zum ersten Event des Jahres ins Sonnenbrinkbad aufmachen. Der Eintritt zum Eisschwimmen ist frei, die Organisatoren freuen sich über jeden, der sich in die Fluten wagt oder die Teilnehmer vom Rand aus anfeuert. Außerdem startet am 9. Februar der Kartenvorverkauf für die neue Saison – für alle, die es lieber warm mögen, oder aber schon jetzt vom Sommer träumen.

Tipps für Eisschwimmer

1. Langsam rantasten
Vor dem Sprung ins Becken den Körper vorbereiten: warm anziehen, leicht bewegen, nicht durchgefroren anreisen, vor dem Einstieg kurz abduschen und dann langsam über ins Wasser gehen – nicht reinspringen.

2. Nur so lange, wie es gut tut
Schon wenige Minuten im wenige Grad kalten Wasser reichen völlig aus. Auf Warnsignale achten: Wenn Atmung, Hände oder Füße schwer kontrollierbar werden, sofort rausgehen. Nie allein schwimmen, immer unter Aufsicht und möglichst in Begleitung.

3. Richtig aufwärmen danach
Nach dem Schwimmen zügig abtrocknen, warme, trockene Kleidung anziehen (Mütze nicht vergessen) und sich langsam von innen und außen aufwärmen – etwa mit Tee, Suppe oder Glühwein ohne Alkohol. Keine heißen Vollbäder oder zu lange heißen Duschen direkt im Anschluss, stattdessen moderat steigende Wärme.

Verkaufsoffener Sonntag

Zum frostigen Bad im Sonnenbrinkbad passt an diesem Sonntag auch ein entspannter Bummel durch Obernkirchen: Parallel zum Eisschwimmen ist verkaufsoffener Sonntag. Wer die Wagemutigen im Schwimmbad anfeuert, kann den Ausflug also gut mit einem Besuch der geöffneten Geschäfte verbinden – nicht nur in der Innenstadt, sondern auch bei Warnecke Home Company Küchen und der Holtmann Home Company in Gelldorf.


Nadine Dressler
Nadine Dressler
Redakteurin Schaumburger Wochenblatt.

Nadine Dressler ist seit Anfang 2024 als Redakteurin beim Schaumburger Wochenblatt tätig. Sie betreut schwerpunktmäßig die redaktionellen Belange der Bereiche Bückeburg, Obernkirchen, Auetal und Bad Eilsen. Vereine und Initiativen können können ihre Pressemitteilungen gern direkt an n.dressler@schaumburger-wochenblatt.de senden.
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