Seit dem Umzug der Integrierten Gesamtschule im Herbst 2021 steht das historische Schulgebäude in der Klosterstraße 18 leer. Weil sich die Rahmenbedingungen für Bauinvestitionen seit 2022 drastisch verändert haben, musste das ursprüngliche Nachfolgekonzept aus Kostengründen verworfen werden. Nun gibt es jedoch eine vielversprechende neue Perspektive für das denkmalgeschützte, ortsbildprägende Ensemble mitten in der Rintelner Innenstadt.
Machbarkeitsstudie zeigt großes Potenzial
Eine von der Stadtverwaltung beauftragte Machbarkeitsstudie zeigt, dass sich die ehemalige Schule hervorragend für eine moderne Verwaltungs- und Bildungsnutzung eignet. Das Gebäude bietet ideale Voraussetzungen, um zwei neue Institutionen unter einem Dach zu vereinen, nämlich die Nebenstelle des Gesundheitsamtes und die Kreisjugendmusikschule. Die ist derzeit neben dem Museum Eulenburg untergebracht und das Gesundheitsamt in einer städtischen Immobilie im Ostpreußenweg. Bürgermeisterin Andrea Lange betont in einem Pressegespräch, dass die alte IGS in der Klosterstraße die Raumbedürfnisse der beiden Einrichtungen optimal bedienen könnte und der Landkreis offen sei für entsprechende Umsiedlungsgespräche: „Für das historische Gebäude wäre diese Doppelnutzung ein echter Glücksfall”, so Lange. Was die Nachnutzung des jetzigen Gebäudes des Gesundheitsamtes im Ostpreußenweg angeht, hält sich Lange noch bedeckt: „Es gibt aber auch hierzu schon Überlegungen!” Und noch etwas betont Lange: „Die Sporthalle in der Klosterstraße würde auch nach Einzug des Gesundheitsamtes erhalten bleiben!”
Die nächsten Schritte: Kosten und Förderung im Blick
Obwohl die Pläne überzeugen, ist das Projekt eine wirtschaftliche Herausforderung. Eine endgültige Entscheidung über den Umbau fällt erst, wenn eine fundierte Kostenschätzung vorliegt. Die Verwaltung stellt hierzu in den kommenden Wochen alle notwendigen Unterlagen zusammen und präsentiert sie dann den Entscheidungsgremien. Bei der Konzepterstellung wird intensiv geprüft, welche Zuschüsse von EU, Bund oder Land genutzt werden können. Geht es nach dem Willen der Stadt, dann könnte bei positiven Voten des Rates und des Landkreises möglichst schnell mit den Umbauarbeiten angefangen werden.