Die Geschäftsführung, bis Ende 2006 noch Sache des Kirchenkreisamtes, wurde dem Diakonischen Werk Hannover überantwortet. Als Geschäftsführerin stellte Superintendent Andreas Kühne-Glaser Monika Grefe vor. Auch die Leitung des Pflegedienstes wurde umbesetzt: Das Amt von Carmen Wiegert, die aus persönlichem Gründen ausgeschieden war, übernahm Matthias Stolz, 37-jähriger Familienvater aus Neustadt am Rübenberge.
Allein die Träger der Sozialstation bleiben weiterhin die gleichen: Gesellschafter sind die evangelischen Kirchengemeinden Steinbergen und Nikolai, die katholische Sankt-Sturmius-Gemeinde sowie das DRK. Die wollen allerdings nach dem neuen Verwaltungs-Konzept auch ihre Öffentlichkeitsarbeit intensivieren und sich gerade aus kirchlicher Perspektive stärker profilieren, wie Superintendent Andreas Kühne-Glaser betonte: Gegenüber den kommerziellen Pflegedienste verfüge die Sozialstation über mehr Flexibilität - und könne im Bedarfsfall auch mal über den üblichen Rahmen hinaus Hilfestellung leisten.
Dass die Bedeutung des mobilen Pflegedienstes stetig zunehme, hob DRK-Kreisgeschäftsführerin Ursula Krüger hervor: Einerseits steige die Zahl von Alzheimer- und Demenzpatienten permanent an, auf der anderen Seite verlagere sich der Versorgungs-Modus allein aus Kostengründen allenthalben mehr und mehr vom stationären in den ambulanten Bereich.
Die 20 Mitarbeiter der seit über 20 Jahren tätigen Sozialstation sind mit beiden Varianten bestens vertraut, da der Pflegedienst nicht nur im Seniorenwohnheim an der Schulstraße stationiert ist, sondern auch dessen „residente” Bewohner, je nach Bedarf und persönlicher Maßgabe, mit versorgt. So können die Senioren in der „Alten Feuerwehr” weiterhin ihr Leben nach Wunsch selbständig gestalten.
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