Der Rat der Gemeinde Hülsede will seine zu erwartende bessere Einnahmensituation im kommenden Jahr zur deutlichen Tilgung einiger Schulden nutzen. 78.000 Euro sind dafür im einstimmig verabschiedeten Etat verplant. Das Mehr in der Kasse kommt durch einen höheren Anteil an der Einkommensteuer und durch die Senkung der Samtgemeindeumlage zustande. Allein bei der Zahlung an die Samtgemeinde spart Hülsede nach Angaben von Kämmerer und Gemeindedirektor Uwe Heilmann in den nächsten zwölf Monaten 30.000 Euro ein. Heilmann befürchtet jedoch gleichzeitig ein geringeres Aufkommen bei der Gewerbesteuer. „Ich habe sehr konservativ geschätzt”, verwies er auf die durch den Bund erfolgte Strukturreform. Will heißen: Nach zuletzt 90.000 Euro in 2006 und geschätzter 60.000 Euro in 2007 dürften die Zahlungen der Betriebe auf 35.000 Euro absacken. Der Schuldenstand der Gemeinde geht aus den Unterlagen mit derzeit 382.000 Euro hervor. Dieser könnte um die beschlossene Summe reduziert werden. Daneben hat Hülsede neben den laufenden Aufwendungen nur 10.000 Euro für die Sanierung von Straßen vorgesehen. „Der Haushalt stimmt mich traurig und glücklich zugleich”, kommentierte Bürgermeister Herbert Weibels (SPD) das Zahlenwerk. Er hätte sich zwar eine Sanierung des Bürgersteigs in der Hülseder Siedlung gewünscht. Doch die jetzt vorgesehene Tilgung „ist die bessere Entscheidung”. Der Ausbau des Gehwegs soll nun zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen – „und dann richtig”. Nur kurz blieben die Stellungnahmen der Fraktionen zum Etatentwurf. Die SPD-Fraktion hatte eine Reihe von Änderungswünschen bereits vorher eingebracht und war damit auch auf Zustimmung bei der CDU gestoßen. Insgesamt erreicht der Verwaltungsetat ein Volumen von knapp 578.000 Euro und der Vermögensteil 98.300 Euro. Aus ihm werden auch die vorgesehenen Ortsinformationstafeln mit rund 3000 Euro finanziert. Wie aus einer dem Entwurf beigefügten Aufstellung hervorgeht, lässt sich Hülsede die laufende Unterstützung der örtlichen Vereine und Verbände fast 1900 Euro kosten.