Den Vorstandskollegen, Spartenleitern, Trainern und Betreuern sowie den anderen zahlreichen Unterstützern des Vereins dankte Herfurt ausdrücklich. Ohne die Ehrenamtlichen und Sponsoren hätte der Verein im vergangenen Jahr „Schwierigkeiten” gehabt, drückte Herfurt es aus. Das Fest zum 125-jährigen Bestehen der Sportgemeinschaft steht in fünf Jahren an. Bis dahin soll noch ordentlich Geld zusammengespart werden, denn dieser Geburtstag soll schon ein bisschen größer gefeiert werden.
Nachdem mehrere Jahre die Beiträge stabil geblieben sind, werde der Verein im kommenden Jahr aller Wahrscheinlichkeit nach um eine Beitragserhöhung nicht herumkommen. „Fast alle Sparten kommen mit ihren Zuschüssen nicht mehr aus”, erklärte der 1. Vorsitzende. „Es kann nicht sein, dass man hoffen muss, dass zusätzliche Einnahmen durch Feste oder andere Aktivitäten hereinkommen, um überleben zu können. Was ist, wenn es regnet oder das Programm nicht interessant ist, so dass keiner zu der Veranstaltung kommt?”, fragte Herfurt in die Runde. So könne man heute nicht mehr kalkulieren. Früher seien diese Feste vielleicht einmal Selbstgänger gewesen. Diese Zeiten seien heute längst vorbei. Grundsätzlich sieht der Vorstand aber positiv in die Zukunft. Für Aerobic und Eltern-Kind-Turnen konnte mit Andrea Herberg eine neue Übungsleiterin gefunden werden. Herfurt zeigte sich zuversichtlich, dass bald eine neue Sparte „Triathlon” mit Torsten Meyer an der Spitze gegründet werde. „Diese Sportarten machen das Angebot der SGR noch wesentlich interessanter”, ist der 1.Vorsitzende überzeugt. Um andere Sparten gründen zu können, würden nach wie vor Hallenzeiten fehlen. „Allein mit dem zusätzlichen Bedarf der bestehenden Sparten könnten wir eine Halle füllen”, erklärte Herfurt. Es werde bestimmt noch zwei bis drei Jahre dauern, bis in Rodenberg eine neue Halle gebaut werde. Auch die Modalitäten der Renovierung der Halle Am Jagdgarten wären noch nicht geklärt. Solange müsse der Verein eben mit den Gegebenheiten leben oder Sportarten betreiben, die ohne Hallenzeiten auskommen.
Die Zahl der Mitgliederzahlen bei der Sportgemeinschaft Rodenberg stagniert. Zum Jahresende gehörten 1061 Erwachsene, Kinder und Jugendliche dem Verein an, das sind zwei Personen mehr als im letzten Jahr. Alle SGR- Mitglieder würden von der großen Zahl der Ehrenamtlichen profitieren, die sich in vielfältiger Form für das Funktionieren des Vereins einsetzen. „Leider ist es heute nicht mehr selbstverständlich, ehrenamtlich zu helfen. Und zwar ohne zu fragen: Was bekomme ich dafür?” Man werde wohl in Zukunft auch darüber nachdenken müssen, ob man den lizenzierten Übungsleitern nicht eine kleine Aufwandsentschädigung zahlen könnte. Foto:pd