Vielleicht helfen Klebebänder, die Pollmann und seine Gefährten demnächst um die Leitpfosten wickeln wollen. Sie reflektieren das Scheinwerferlicht und könnten auf diese Weise Tiere vom Überqueren der Straße abhalten.
Dass Reh- und Schwarzwald auf den Feldern gelgentlich für Schäden sorgen, blieb nicht unerwähnt. Er dankte jedoch den betroffenen Landwirten für die „jederzeit fairen Beratungen” über einen finanziellen Ausgleich. Im letzten Jagdjahr wurden 14 Rehe, acht Wildschweine, sechs Hasen, zwölf Kaninchen, 12 Füchse, zwei Dachse zehn Tauben, 18 Enten, 14 Rebhühner und drei Elstern erlegt.
Einstimmig sprachen sich die Jagdgenossen für die weitere Verwendung der Pachteinnahmen zur Unterhaltung der Wege aus. Seit vielen Jahren gibt es eine Verabredung zwischen den Grundstückseigentümern und der Gemeinde: Die Jagdgenossen kümmern sich um die landwirtschaftlichen Verkehrsflächen; die Kommune finanziert die Grabenräumung. Mitunter aber hilft sie auch bei besonders belasteten Fahrbahnen. So wurden aus Gemeindemitteln mehr als 500 Tonnen Schotter und Mineralgemisch für den Friedhofsweg und eine Verbindung in Höhe der Gasstation an der Ziegelei bezahlt.
Vorsitzender Manfred Meyer berichtete büer alle Investitionen des vergangenen Jahres und legte zugleich eine neue Wunschliste vor. Sie enthält Wegeabschnitte in einer Gesamtlänge von über 1100 Metern. Die von der Gemeinde zu sanierenden Gräben reihen sich auf insgesamt 1200 Meter.
Bürgermeister Frank Witte erklärte, in gewohnter Weise im Rahmen einer Begehung sich abschließend über die Maßnahmen verständigen zu wollen. Zugleich dankte er für eine gemeinsame Aktion vor wenigen Wochen, als Rat und Landwirte Bäume in der Feldmark ausbrachten.
Zum Abschluss des Abends erläuterte Gerd Lohmann die Bedeutung der früheren Rottekuhlen, auf die etliche Messenkämper Hauseigentümer Anrechte hatten, und erinnerte an die ehemalige Badeanstalt der Gemeinde. Diese sei 1934 als „Luft- und Wasserbad” eingeweiht worden - als eines der ersten in den kleineren Ortschaften des Sünteltals. Beim Bau hätten viele Einwohner mitgeholfen. Der Betrieb wurde Ende der sechziger Jahre unter anderem wegen fehlender Aufsicht und nicht vorhandener Toiletten eingestellt.