In zwei Abschnitten soll der Ausbau der „wichtigsten Straße in Rodenberg” (Einwurf eines Anliegers) erfolgen. Die Anlieger haben zwar keine Kosten zu befürchten, weil es in Rodenberg keine Straßenausbaubeitragssatzung gibt, wohl aber mit erheblichen Belastungen während der langen Bauphase. Im Mai/Juni sollen die ersten Baufahrzeuge in den Bassenbrink rollen. Begonnen wird mit den Arbeiten im Abschnitt von der Langen Straße bis zur Deisterstraße. Bis Ende des Jahres soll nach den Vorstellungen der Bauverwaltung der erste Abschnitt erledigt sein. Der zweite Abschnitt von der Deisterstraße bis zur Einmündung in die Groverstraße soll bis April 2009 erfolgen.
Parallel dazu wird der Wasserverband Nordschaumburg die Wasserleitungen erneuern. Auch die Schmutz- und Regenwasserkanäle werden auf Fehler hin untersucht und gegebenenfalls ausgetauscht. Dazu sind laut Angaben von Jörg Döpke gerade im nördlichen Bauabschnitt bis zur Grover Straße größere Arbeiten zu erledigen. Wo es machbar ist, soll grabenlos saniert werden. Die Hausanschlüsse werden alle überprüft und bei Bedarf saniert. Teuer kommt die Stadt die Entsorgung von 2000 Tonnen Altmaterial aus der Straßendecke zu stehen. Rund 120 000 Euro sind dafür veranschlagt worden.
Beim Ersatz der Straßenbeleuchtung soll nach Möglichkeit auf die Einsparung von Energie geachtet werden. Es gebe laut Döpke erhebliche Einsparpotentiale bei der Wahl der Leuchtkörper. Statt der bislang 80 bis 125 Watt starken Leuchten könne man heute auf 35 Watt starke Birnen umsteigen. Diese würden die gleiche Lichtstärke wie die bislang verwendeten Leuchtkörper aufweisen.
Kritik kam in der „Fragestunde für Bürger” in Bezug auf Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf. Die Straße sei nach Ansicht der Mehrheit der Zuhörer die reinste Rennstrecke. Die Einführung der Rechts- vor- Links Regelung reiche allein nicht aus. Für die Verwaltung gab Jörg Döpke zu verstehen, dass die Straßenbreite am Bassenbrink und die zahlreichen Grundstückszufahrten bauliche Veränderungen zur Geschwindigkeitsreduzierung nicht zulassen würden. Das gelte auch für die von den Anliegern favorisierte Tempo-30-Zone, die laut Vorgaben stets von Fahrbahnverengungen flankiert werden müssten.
Stadtdirektor Uwe Heilmann sah ebenfalls kaum Spielraum für die Einführung einer solchen Zone. Und er gab zu bedenken, dass Schilder allein die Raser auch nicht abbremsen würden. Sein Vorschlag: So wie in Feggendorf zunächst mit farblichen Markierungen die Autofahrer zum Langsamfahren zu bringen. Zumindest in Feggendorf habe sich diese Methode bewährt. Dies könne im Bassenbrink auch als Vorstufe zum Einbau von Barken oder Bäumen angesehen werden. Heilmann führte weiter aus, dass die in der Samtgemeinde Rodenberg aufgestellten Geschwindigkeitsmesser ergeben hätten, dass die Autofahrer sich durchweg „ganz vernünftig” an die vorgegebene Geschwindigkeit halten würden.
Hans-Dieter Brand erinnerte daran, dass die SPD in der vergangenen Ratsperiode erfolglos versucht habe, Tempo 30 für den Bassenbrink einzuführen. Die Mehrheit von CDU und WGR hätte damals die Umsetzung abgelehnt. Ralf Sassmann von der WGR meinte, man könne doch versuchen, Tempo 30 ohne zusätzliche Baumaßnahmen umzusetzen. Foto:pd