Die Auswirkungen der Parteiaustritte von Dahle, Schellhaus und Klein, sind für die zukünftige Arbeit im Rat der Stadt Rodenberg weitreichend. In der Samtgemeinde sind die Folgen nicht so gravierend, weil sich da die Mehrheitsverhältnisse zugunsten der SPD nicht ändern werden. Im Stadtrat waren Volker Dahle und Sebastian Klein Ratsmitglieder für die CDU/WGR. Dort besetzte diese Gruppe bislang 10 Sitze und die Gruppe SPD/FDP neun Sitze. Mit der Abkehr von der CDU und der Aussage von Klein und Dahle, jetzt eine neue Gruppe mit Fraktionsstatus bilden zu wollen, ändern sich diese Mehrheitsverhältnisse. Nach Auskunft von Günther Wehrhahn vom Hauptamt der Verwaltung Rodenberg muss jetzt entweder die CDU oder die neue Gruppe eine Erklärung über die Auflösung, sprich Umbildung, des wichtigen Verwaltungsausschusses abgeben. Dort hat die Gruppe CDU/WGR bislang drei Sitze inne, die SPD ebenfalls drei und der Bürgermeister einen Sitz. Es könnte sein, dass die CDU einen Sitz im VA verliert, zugunsten der neuen Gruppe. Die Anzahl von sieben Ratsmitgliedern bleibt unberührt. Auch in Bezug auf die Besetzung der drei Fachausschüsse wird es im Stadtrat Veränderungen geben. „Da muss jetzt gerechnet werden”, erklärt der Verwaltungsexperte. Ganz unklar ist noch die Auswirkung in Bezug auf den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters. „Da gibt es zwei unterschiedlich lautende Kommentare zur Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO)”, weist Wehrhahn hin. Ein Kommentar lautet: „Wenn der VA sich ändert, dann verliert auch der stellvertretende Bürgermeister seinen Posten”. Ein anderer sähe dies nur dann gegeben, wenn Veränderungen im direkten Bezug auf die Person des Stellvertreters zu einer Umbildung bzw. Auflösung des VA geführt hätten. „Da werden wir uns wohl noch mit der Kommunalaufsicht in Verbindung setzen, um die genaue Vorgehensweise abzustimmen”, weist Wehrhahn hin. Im Samtgemeinderat, in dem Dahle, Klein und Schellhaus für die CDU/WGA/WGR-Gruppe mit vertreten waren, ändert sich an der Mehrheit der SPD nichts. Das bisherige Stimmenverhältnis von 19:13 wird sich durch die neue in ein Verhältnis 19:10:3 wandeln. Auch im Samtgemeinde-Ausschuss bleibt die Mehrheit für die SPD bestehen. Durch ein möglicherweise notwendiges Losverfahren könnte es sogar dazu kommen, dass die SPD noch einen weiteren Sitz in diesem Gremium erhält.