Auf der letzten Kreisvorstandssitzung der FDP Schaumburg ging es auch um die für Niedersachsen vorgesehene Schuldenbremse. „Angesichts bevorstehender Steuermehreinnahmen von 850 Millionen Euro plädierten Schaumburgs Liberale dafür, das Geld zur Reduzierung der Neuverschuldung zu nutzen. „Das ist auch die richtige Entscheidung für die Kommunen, so auch für Rinteln, denn die Stadt ist mit rund 58 Millionen Euro bei einem Haushaltsvolumen von 35 Millionen erheblich verschuldet”, so Paul-Egon Mense. „Wenn das Land das Geld nicht in Zinszahlungen stecken muss, bedeutet das für die Kommunen mehr Mittel für Investitionen - zum Beispiel in Bildung, Straßen und Radwege”, so Lothar Biege, FDP Kreistagsmitglied. Zudem seien die Kommunen schließlich an die finanzielle Leistungsfähigkeit des Landes gebunden. Ziel müsse es sein, die Neuverschuldung so schnell wie möglich zu senken. „Es darf jetzt aufgrund der Rekord-Steuereinnahmen keine Debatte über neue Ausgabenwünsche geben. Das Geld muss in den Schuldenabbau fließen”, heißt es in einem Schreiben, in dem der FDP-Landesvorsitzende, Dr. Stefan Birkner, aufgefordert wird, den Koalitionspartner CDU stärker als bisher erkennbar auf Sparkurs zu halten und in weiteren Gesprächen mit der SPD doch noch die Schuldenbremse in der Landesverfassung zu verankern. Nur so sei gewährleistet, dass sie zur parteiübergreifenden Verpflichtung wird. Eine Familie, die sich ein Haus gekauft hat, investiert Sonderzahlungen schließlich auch in die Tilgung des Kredits und gibt nicht das ganze Geld für einen Urlaub am Meer aus, so Ralf Kirstan, Landtagskandidat und Mitglied im FDP-Bezirks-vorstand Hannover/Hildesheim.