Sieben Pfarrstellen müssen weg: Noch einmal berichtet der Pfarrstellenplanungsausschuss vor der Synode der Landeskirche Schaumburg-Lippe. Diese tagt am Freitag, 24. und Sonnabend 25. Mai in Meinsen. Doch schon wenige Monate später wird es konkret. „Zum Herbst 2013 soll nach Ende der Erprobungszeit der neue Stellenplan mit der langfristigen Verteilung der Pfarrstellen beschlossen werden,” sagt Landesbischof Dr. Karl-Hinrich Manzke. Seit etwas mehr als zwei Jahren sondieren die Kirchengemeinden der Landeskirche Schaumburg-Lippe, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. Das Ziel ist eindeutig: Sieben Pfarrstellen müssen eingespart werden. Sinkende Kirchensteuereinnahmen sind er Grund. Betroffen sind wegen ihrer Anzahl an Gemeindegliedern Bad Eilsen und Steinbergen, Petzen und Meinsen, Probsthagen, Pollhagen und Lauenhagen, Lindhorst und Heuerßen, Hagenburg und Steinhude sowie Sülbeck und Wendthagen. Einzig die Kirchengemeinde Probsthagen hat noch keinen Kooperationspartner. Der Kirchenvorstand hat sich gegenüber dem Pfarrstellenplanungsausschuss dafür ausgesprochen, eigenständig zu bleiben und nur noch einen „Teilzeitpastor” zu haben. In den letzten Monaten habe dieGemeinde Kontakte nach Pollhagen und Lauenhagen geknüpft. Die beiden Gemeinden aber haben sich für eine Zweierkooperation entschieden. Probsthagen sei auch offen für eine Zusammenarbeit mit Lindhorst und Heuerßen, halte sich aber zurück, da dort bereits ein Kooperationsvertrag geschlossen worden sei. Deutlich gegen eine Umgemeindung spricht sich der Kirchenvorstand bei einer Zusammenarbeit mit Stadthagen aus. Aus der eigenen Gemeinde wisse man, wie schmerzhaft solche Veränderungen seien. Aus der Kirchengemeinde Stadthagen selbst seien deutliche Signale nach Probsthagen gegangen, dass keine Gespräche gewünscht würden. Die anderen betroffenen Gemeinden sind jeweils im Gespräch miteinander. „Die Erprobung ist zwischen den Kirchenvorständen der betroffenen Kirchengemeinden jeweils vertraglich festgehalten worden. In diesen Verträgen ist beschrieben, in welchen Arbeitsgebieten von Kindergottesdienst bis Seniorenarbeit die Kirchengemeinden in welcher Weise zusammenarbeiten wollen”, so Manzke zum Ablauf der Probezeit. Die betroffenen Gemeinden hätten sich nicht nur vertraglich verständigt, sondern diese auch mit Leben gefüllt. „Insofern ist es erfreulich festzuhalten, dass die Kirchengemeinden, die langfristig von Pfarrstellenreduzierungen betroffen sein werden, den vorgezeichneten Weg mitgehen, ohne dass Arbeitsgebiete wegfallen,” so Manzke.