Bei den heißen Temperaturen am vergangenen Pfingst-Wochenende gehörte der Gang ins örtliche Freibad einfach dazu. Für einen Besucher des Sonnenbrinkbades wurde die Abkühlung allerdings von einem Moment auf den anderen zur Gefahr. Nachdem er zunächst auf der Wiese in der Sonne gelegen hatte, wollte er sich mit einem kühnen Sprung ins Nass wieder abkühlen. Fatal für den Kreislauf.
Obwohl das Wasser im Sonnenbrinkbad durch das eigene Blockheizkraftwerk eine gewisse Grundwärme hat, liegt die menschliche Körpertemperatur aufgeheizt durch die Außentemperatur natürlich weit darüber. Springt der Mensch dann tollkühn ins Becken ohne sicher vorher abgeduscht zu haben, spielt er mit dem Risiko einen Kreislaufkollaps bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen. Der Sonnenbrinkbad-Besucher wurde zunächst ohnmächtig und musste von den zuständigen Badeaufsichten aus dem Wasser geholt werden.
Bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter war der Mann nicht ansprechbar.
Erst nachdem einige Zeit vergangenen war und die Sanitäter ihn versorgt hatten, kam er wieder zu sich. Zum Glück ist dieser Sprung glimpflich ausgegangen. Jeder, vor allem aber ältere Menschen sollten es dennoch vermeiden, sich solch einem Temperaturschock auszusetzen.
Dadurch, dass der Blutdruck stark ansteigt und sich zugleich die Gefäße zusammenziehen, lastet ein gewaltiger Druck auf dem Kreislauf.
Also: Niemals nach dem Sonnenbad ins Wasser springen, sondern vorher leicht abduschen und langsam ins Becken gehen. Den Oberkörper benetzen und erst dann eintauchen. Außerdem sollte man daran denken, um nicht auszukühlen, nicht zu lange im Wasser zu bleiben. Dann steht einem tollen Tag im Freibad nichts im Wege.