Die im Haushalt vorgeplanten 660.000 Euro zum Ausbau der Drift reichen bei weitem nicht aus, um die Straße in den Zustand zu versetzen, wie es sich die Stadt vorgestellt hat. Deshalb, so Andreas Wendt bei der letzten Ortsratssitzung, werde der Ausbau jetzt neu ausgeschrieben und zwar in drei Bauabschnitten. Für die komplette Maßnahme wollte der günstigste Anbieter mehr als eine Millionen Euro haben. Jetzt hofft die Stadt darauf, dass sich auch kleinere Unternehmen am Ausschreibungsverfahren beteiligen und die Maßnahme am Ende billiger wird. Wendt berichtete auch von einer Begehung des Blumenwalls durch die Stadt und einen Denkmalpfleger. Dabei wurde festgestellt: „Der Blumenwall ist zu dicht bepflanzt!” Rückschnitte von Wildwuchs und Raseneinsaat sollen der ganzen Anlage wieder mehr Parkcharakter geben. Politische Forderungen nach 1:1 Nachpflanzungen für Entnahme von Bäumen konnte Wendt nach der Begehung nicht nachvollziehen. Ein wenig wie ein Schildbürgerstreich mutet die Forderung des Denkmalschutzes bei einem Haus in der Krankenhäger Straße an. Dort wollte ein Investor das Fachwerkhaus aus dem 17. Jahrhundert sanieren und zum Wohnhaus ausbauen. Doch das Haus des ersten Festungsgouverneurs Rintelns verfügt über eine Esse, die über mehrere Etagen verläuft, und die sollte laut Denkmalschutz erhalten bleiben. Damit wären abgeschlossene Wohnungen nicht zu realisieren gewesen. Jetzt legte der Investor sein Bauvorhaben erst einmal auf Eis und das Baudenkmal verfällt zusehends. Da fehlte selbst Matthias Wehrung (CDU), sonst sehr affin für Denkmalschutz, das Verständnis. Foto: ste