Das neue Jahr liegt vor uns. Gute Vorsätze sind gefasst, schon verworfen oder wieder erneuert worden. Neues Jahr, neues Glück. Sind Spielstrategien im Privaten oder Beruflichen zu überdenken oder gar zu verändern? Vielleicht erstmal für die erste Halbzeit bis zum Sommer? Oder macht es Sinn, an Bewährtem festzuhalten?
Die Losung für 2026 lässt mich aufhorchen: „Siehe, ich mache alles neu!“ spricht Gott. Wie sind diese Worte zu verstehen? Sind sie für die Ewigkeit, also für die Zeit nach unserer Erdenzeit gedacht oder meinen sie auch das Leben im Hier und Jetzt? Wenn ich sie darauf beziehe, können sie mich einerseits auf dem Weg der guten Vorsätze bestärken. Wenn ich aber vielleicht gar nicht viel verändern möchte, weil ich mich ganz wohl fühle, können diese Worte auch verunsichern. Und haben diese Worte, hat Gott die Kraft, in diese Welt und in mein Leben hineinzuwirken?
Oft ist es schwer zu erkennen, wo und wie Gott handelt. Die Nachrichten zeigen, dass eher ganz andere Mächte das Sagen haben. Und trotzdem sagt Gott: „Siehe, ich mache alles neu!“ Es sind Worte aus dem letzten Buch der Bibel, in dem die Zeit nach dieser Weltzeit beschrieben wird. Wenn Gott bei den Menschen wohnen wird und er alle Tränen von ihren Augen abwischen wird und weder Tod noch Leid noch Schmerz mehr sein werden, weil Gott alles neu machen wird. Ich höre aus diesen Worten Gottes Versprechen, dass am Ende unserer Wege durch diese Welt alles gut wird. Noch ist in dieser Welt und auch in meinem Leben nicht alles gut. Aber durch das „Siehe“ fordert mich Gott auf, genauer hinzusehen. Um zu erkennen, dass schon jetzt Neues geschieht. Schon jetzt gibt es Berührungspunkte zwischen Himmel und Erde. Schon jetzt fällt Licht aus der Ewigkeit in diese Welt. Weihnachten haben wir genau das gefeiert und auch gehört: „Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.“ Und wenn ich genauer auf mein Leben schaue, erkenne ich, dass Gott mich gut geleitet hat, dass sein Licht, seine Nähe schon die Kraft hatten, Dunkelheit zu besiegen. Sein Versprechen, dass dereinst alles gut werden wird, lässt mein Leben schon jetzt in einem anderen Licht erscheinen. Das bestärkt mich, genauer hinzuschauen, Neues zu wagen und das Hier und Jetzt mitzugestalten.
Wir können mutig und hoffnungsvoll in das neue Jahr gehen, mit oder ohne gute Vorsätze, mit neuen oder alten Spielstrategien. Denn der Gott, der alles neu machen kann und wird, verspricht: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!“