Der „Flurschaden” ist in diesem Sinne gewollt, da es im Pachtgebiet immer weniger Möglichkeiten für Amphibien gab, sich im Frühjahr ihres Laiches zu entledigen. „Vor Jahren wurden auf dem Gelände kleinere Teiche angelegt, die mittlerweile aber alle verlandet sind. Und irgendwann stellt sich die Frage nach dem Status eines solchen Biotops, wenn man es im Sinne der Biotoppflege nicht erhält”, so Nick Büscher, 1. Vorsitzender der Rintelner Naturschützer. Denn damit, so Büscher, lasse auch der ökologische Nutzen des Gebietes nach. So entschloss man sich kurzerhand, einen neuen Teich anzulegen. „Der Teich ist acht Meter breit und 28 Meter lang, mit einer frostsicheren Tiefe von 1,50 Metern. Damit sollten die Kröten, Frösche und Molche die nächsten Jahre auskommen”, so Büscher weiter. Mit dem Erdreich hatte man dabei keine Probleme, da die aus dem Boden gewonnene Erde einfach als Verwallung zum angrenzenden Graben genutzt wurde. „Dies ist notwendig, damit das im Teich vorhandene Wasser nicht in den Graben abläuft”, weiß Büscher. Auch mit dem Wasserstand wird man wohl keine größeren Probleme bekommen, da der Teich bereits am Tag der Fertigstellung voll gelaufen ist. Die Neuanlage des Teiches geht einher mit dem vorhandenen Amphibienleitsystem, das im Rahmen der Erneuerung der L 433 fest installiert wurde und den Amphibien eine vor den Autos sichere Unterquerung der Straße ermöglicht. So bleibt den Kröten auch in den nächsten Jahren ein in jeder Hinsicht sicherer Laichplatz erhalten. Foto: ste