Gegen eine Beratung im nicht-öffentlichen Teil einer Ratssitzung in Bezug auf eine Auftragsvergabe hatte Ratsherr Wilkening nichts einzuwenden. Er forderte aber eindringlich, über die Sachverhalte zu beiden Anschaffungen doch wenigstens im öffentlichen Teil der Ratssitzung diskutieren zu können. Wenn dies alles „zum laufenden Geschäft einer Vewaltung” gehören würde, habe der Rat in Pohle in Zukunft kaum noch etwas zu beschließen, so die Schlussfolgerung des SPD-Ratsherrn. Er habe endgültig „die Schnauze voll” von dieser Vorgehensweise. Schließlich gehe es bei beiden Anschaffungen nicht um „Pillepalle”, sondern um das Öffentlichkeitsprinzip. Die Themen an sich sollten doch schon öffentlich diskutiert werden, auch wenn entsprechende Beträge dafür schon im Haushaltsplan 2008 stehen würden. Wilkening brachte sogar die Kommunalaufsicht ins Spiel. Bereits bei vorangegangenen Ratssitzungen hatte dieser gerügt, dass Themen nach seiner Auffassung in den öffentlichen Teil gehört hätten. Die Verwaltung hatte das anders gesehen. Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann behält sich vor, die Vorgänge von der Kommunalaufsicht prüfen zu lassen. Der SPD-Ratsherr sieht dem gelassen entgegen und kündigte schon in der Ratssitzung an, eine mögliche Wertung der Kommunalaufsicht gegenprüfen zu wollen.
Das Thema „Buswartehäuschen” wurde nach eifriger Diskussion schließlich im öffentlichen Teil behandelt. Wegen zu erwartender Fördermittel seien schnelle Entscheidungen gefragt, erinnerte auch Bürgermeister Gerlinde Mensching (CDU). Einstimmig beschloss das Gremium, ein Wartehäuschen an der L 439 aufzustellen. Der alte Unterstand soll unter Umständen auf dem Pohler Sportplatz noch als Wetterschutz dienen. Die Frage, ob für das Dorfgemeinschaftshaus eine Falttür angeschafft werden soll und welche Firma diese liefern und installieren wird, soll zu einem späteren Zeitpunkt geklärt werden.