„Bei uns ist von Krise noch nichts in Sicht”, hob Altenburg hervor. Die Tatsache, dass die Rodenberger Windmühle wieder Flügel besitzt, dass die Brandruine am Grünen Baum verschwunden ist und dass das ehemalige Asylbewerberheim in neuem Glanz erstrahlt, sollte nach seiner Auffassung alle Bürger freuen. Die Stadt habe die erste Hälfte des Bassenbrinks fertig gestellt, ebenso komplett den Algesdorfer Kirchweg und die Straße „Unter den Fischteichen” ausgebaut.
Die Erledigung der gesetzten Ziele habe nicht zuletzt auch dadurch erreicht werden können, dass Verantwortliche im Team zielstrebig und fleißig zusammengearbeitet hätten. Das wünschte er sich auch für 2009, denn auch im neuen Jahr stünden zahlreiche Projekte an. Altenburg erwähnte in diesem Zusammenhang unter anderem den Rückbau der Straßen Tor und Allee. Außerdem wünschte er sich bei der Einleitung des Verfahrens zum Bau einer neuen Sporthalle in Rodenberg die Unterstützung durch den Landkreis und die Einsicht von dieser Stelle, die marode Halle Am Jagdgarten doch erst dann abzureißen, wenn eine neue Halle zur Verfügung stehe. Allen Pessimisten gab der Rodenberger Bürgermeister einen Korb. Er verwahrte sich gegen notorische Schwarzseher. „Wir blicken optimistisch in die Zukunft”, bot Altenburg den düsteren Prognosen selbstbewusst die Stirn und erhielt dafür von den zahlreichen Gästen zustimmenden Applaus.
Dieser positiven Grundstimmung wollte auch der Leiter des Polizeikommissariats Bad Nenndorf nicht widersprechen. Anstatt einer wissenschaftlichen „Kriminalgeografischen Standortanalyse” klärte er die Zuhörer in aller Kürze auf über die Lage in Rodenberg aus polizeilicher Sicht. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen wünschte er allen aber mit einem Schmunzeln in den Mundwinkeln „Wenig Kontakt mit der Polizei”.
Nach seiner Einschätzung hätten die Bürger als Steuerzahler heute klare Vorstellung von dem, was Polizei zu leisten hätte. Der Aufgabenkatalog sei vielfältig und erfordere von den rund 50 Polizeikräften unter seiner Leitung den vollen Einsatz. Die Polizei sei nicht allein zur Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Einsatz. Die Erwartungen von Bürgern und Institutionen an die Ordnungshüter seien vielfältig. Dazu würden auch die ständige Präsenz und die Prävention zählen. Jährlich würden im Zuständigkeitsbereich des Kommissariats Bad Nenndorf etwa 1700 Straftaten anfallen. 300 ereignen sich davon in der Stadt Rodenberg. An dem Ziel, die Aufklärungsquote von 55 auf 60 Prozent zu steigern, sei ein vorrangiges Ziel für 2010. „Sie leben am Deister sehr gut und sicher”, stellte Meier ausdrücklich fest. Er sieht als einen Grund dafür auch das gut funktionierende Gemeinwesen an. Und die niedrige Kriminalitätsrate sei durchaus als positiver Standortfaktor zu werten. Hier gebe es eine Vielzahl von Vereinen, die Kindern und Jugendlichen einiges zu bieten hätten. Meier unterstrich die gute Zusammenarbeit mit der Stadtschule Rodenberg. Dort biete die Polizei seit zwei Jahren regelmäßig Sprechstunden für Schüler, Lehrer und Eltern an. Konflikte würden so oft „im Keim erstickt”. Die Einwohner würden ihren Teil zu einer guten Aufklärungsquote beitragen. Es herrsche ein gutes Zusammenspiel mit der Rodenberger Verwaltung und aufmerksame Bürger würden immer wieder helfen, Straftaten zu vereiteln oder aufzuklären. Ohne die Mithilfe sei die Polizei manchmal machtlos, trotz der guten Ausbildung und guter technischer Ausrüstung, unterstrich Meier. Foto:pd