„Da gibt es durchaus Handlungsbedarf”, fand Ralf Sassmann von der Wählergemeinschaft Rodenberg (WGR). Auch Ignaz Stegmiller (FDP) gab zu, nach dem Sport die eigene Dusche zu Hause den maroden Waschgelegenheiten vorzuziehen. Kein Verständnis gab es von Wilhelm Hartmann für den Wunsch der Rodenberger Sportgemeinschaft, die Duschanlagen sanieren zu wollen. „Ich hoffe, das dieser Ausschuss immer noch für ganz Rodenberg zuständig ist”, monierte der SPD-Ratsvertreter. Er wollte nicht einsehen, dass tatsächlich eine Notwendigkeit für die Sanierung bestünde. Nach seiner Einschätzung würde es noch schlechtere Bedingungen geben als im Rodenberger Sanitärtrakt, erklärte dieser weiter, ohne konkret zu werden. Außerdem seien beide Fußballabteilungen nahezu gleich groß. Mit Blick auf das Algesdorfer Sportheim wurde Hartmann dann doch genauer: Wenn man bedenke, was dort für Zustände herrschen würden, müsste man eine Truppe gleich schließen, führte der Algesdorfer weiter aus.
Das Argument, die Mädchenmannschaften in der SG Rodenberg bräuchten unbedingt abgetrennte Duschräume, wollte Hartmann nicht gelten lassen. Peter Friedrichkeit (SPD) wollte die Kritik seines Parteigenossen an der Forderung der SGR nicht akzeptieren. Erst kürzlich habe sich der Ausschuss das renovierte Sportheim in Algesdorf angesehen und keine Mängel entdeckt. Die Feststellung Hartmanns, auch dort herrsche Sanierungsnot, kommentierte Friedrichkeit mit einem vielsagenden „Naja”.
Während die SG Rodenberg jetzt mit einem Ausbau der Duschräume im Sportheim rechnen kann, stellte der Ausschuss im Gegenzug Geld für die Reparatur des strapazierten Rasenplatzes in Algesdorf in Aussicht. Laut Empfehlung soll die Stadt ein Drittel der Kosten in Höhe von 1000 Euro für die Auslegung von Rollrasen tragen.