„Dieses Salz kommt natürlich auch in der Weser an,” sagte die Fraktionsvorsitzende der Rintelner Ratsgrünen, Ursula Helmhold: „Die Einleitung würde alle Bemühungen, die Weser wieder zu einem Süßwasserfluss zu machen konterkarieren; sie widerspricht der EU-Wasserrahmenrichtlinie.”
Der jetzt beantragte Grenzwert sei seinerzeit als „kriegsbedingtes Zugeständnis” an die Industrie eingeführt worden und sei nie für den dauerhaften Betrieb gedacht gewesen.
„Völlig inakzeptabel”, heißt es in einer Presse-Erlärung, sei die Tatsache, dass die Erlaubnis zur Versalzung auch noch unbefristet erteilt werden soll. „Es geht hier um eine Erlaubnis für Jahrhunderte,” so Helmhold: „Auf unabsehbare Zeit sollen Süßwasserflüsse zu Brackwasserabwasserkanälen werden.”
Es sei zu befürchten, dass die EU sich diesen Zustand nicht auf Dauer werde bieten lassen. Wenn daraufhin Bund und Länder die „Rechte” der „Kali und Salz” beschneiden müssten, könne sich der Steuerzahler auf Entschädigungszahlungen einstellen.
„Im Endeffekt würde dann der Steuerzahler auch noch das Geld für die Maßnahmen aufbringen, die K und S jetzt zu teuer seien - nämlich für die konsequente Vermeidung des Salzanfalls und die Prüfung einer Pipeline in die (ohnehin salzhaltige) Nordsee für die unvermeidbaren Reste,” so Helmhold abschließend.Foto: km