Marina Brand (SPD) machte trotz Zustimmung der SPD zur Oberschule keinen Hehl aus der Favorisierung der IGS. „Eltern werden ihre Kinder weiter an einer IGS anmelden und ihr den Vorzug geben”, blickte sie voraus. Daher sollten die Oberschulen im Landkreis auch das Konzept der IGS „soweit wie möglich aufgreifen”.
Siegbert Held von der WGS bezeichnete die Oberschule als „Mogelpackung”. Dennoch werde die Partei zustimmen, mit der Option zwei Schulen später in IGS umwandeln zu können. Eckhard Ilsemann (SPD) erklärte, dass die Fraktion auch weiterhin an der Errichtung von IGS in Rinteln und Lindhorst festhalte. Ebenso wie auch die Gruppe Grüne/WIR, wie Edeltraut Müller sagte: Die Oberschule könne nur „ein Übergang” sein. Die Diskussionen über die IGS seien nicht zu Ende, sagte sie ferner. Von „Restschulen” sprach Herwig Henke (SPD), die Oberschulen seinen „das kleinere Übel gegenüber dem jetzigen Zustand”.
Bei der Abstimmung herrschte trotz den unterschiedlichen Meinungen dann wieder Einigkeit: Der einstimmige Beschluss des Kreistages sieht vor, die Haupt- und Realschule Stadthagen zum 1. August in eine Oberschule umzuwandeln. Die Haupt- und Realschule Lindhorst, die Hauptschule und die Realschule Rinteln sowie die Hauptschule und die Realschule Bückeburg sind zum 1. August 2012 auf Antrag der Schulen umzuwandeln. Ob ein gymnasialer Zweig an einer Oberschule in Rinteln eingeführt wird, hängt von einer Elternbefragung ab, welche die Verwaltung im Einzugsbereich der Grundschulen durchführen wird.
Komplette Einigkeit gab es dann aber bei dem Beschluss, zwei stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen auf der A2 einzurichten. Man ist sich einig, dass zwei Blitzgeräte für mehr Sicherheit auf der viel befahrenen Autobahn sorgen sollen. Es gehe nicht darum, zusätzliche Einnahmen für den Haushalt zu generieren, sondern darum, die Unfallzahlen zu senken. Das Überwachungssystem könnte mit den festinstallierten Geschwindigkeitsanzeigen verknüpft werden und wäre somit rund um die Uhr bei jedem Verkehrsaufkommen einsetzbar. Mit der Umsetzung ist frühestens Anfang des nächsten Jahres zu rechnen.