Laut Fraktionsgeschäftsführer Torben Sven Schmidt betreut aktuell in der Kreisverwaltung nur eine Person mit einer Dreiviertel-Stelle die Pflegefamilien, in denen zurzeit 120 Kinder untergebracht sind. „Gerade bei konfliktbelasteten Kindern ist eine intensivere Betreuung und Begleitung auch aus präventiven Gründen notwendig.” Den Pflegeeltern solle stets auch der Zugriff auf fachliche Beratung möglich sein. Bis zu vier Vollzeitstellen wolle die Fraktion laut eigenen Angaben mittragen.
Der CDU-Kreistagsabgeordnete Willi Drewes sieht in der Personalaufstockung neben der besseren Betreuung der Pflegefamilien auch Einsparpotenzial für den Kreishaushalt: „Durch die Aufnahme eines Pflegekindes in einer Pflegefamilie kann der Landkreis die vergleichsweise extrem teure Unterbringung in einer vollstationären Heimeinrichtung umgehen. Eine Heimunterbringung kostet den Landkreis immerhin jeden Monat ungefähr 4000 Euro.”
Hinzu komme, dass die Notwendigkeit Kinder aus ihrer bisherigen Familiensituationen herauszunehmen, ständig steigen. „Mehr Pflegefamilien gewinnen und diese intensiver betreuen”, ist für CDU-Kreistagsmitglied Torsten Kretzer somit das Ziel der CDU-Politik. „Die Pflegekinder können durch die familiäre Atmosphäre profitieren und der Landkreis durch wesentlich geringere Kosten im Vergleich zu einer teureren Heim-unterbringung.”