„Ein wesentlicher Grund für den Anstieg der Winterarbeitslosigkeit ist, dass viele Betriebe witterungsbedingt ihre Arbeiten im Freien reduzieren oder ganz aussetzen”, erläutert Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln die Entwicklung. „Da in den Außenberufen überwiegend Männer arbeiten, ist die Arbeitslosigkeit unter ihnen im Januar doppelt so stark angestiegen wie bei den Frauen. Die Betroffenen werden aber erfahrungsgemäß im Frühjahr wieder eingestellt.” Zudem beendet der Dezember nicht nur das Jahr, sondern als Quartals- und Jahresende auch zahlreiche Arbeitsverhältnisse.
Für den Bereich Rinteln liegt die Quote bei 8,4 Prozent, insgesamt sind hier 1656 Menschen arbeitslos, entsprechend einem Plus von 7,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. In Stadthagen sind insgesamt 4285 Menschen arbeitslos, gegenüber dem Vormonat ein Plus von 394 Personen (+10,1 Prozent). Damit beträgt die Quote hier 7,2 Prozent. In Niedersachsen liegt die Arbeitslosenquote bei 7,1 Prozent.
Im Januar enden außerdem betriebliche Ausbildungen, ohne das alle Auszubildenden vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden. Die Anzahl der jüngeren arbeitslosen Menschen unter 25 Jahren stieg gegenüber Dezember überproportional um 14,5 Prozent auf 1616 (+ 205). Im Januar wurden dem Arbeitgeber-Service 519 offene Stellen neu zur Besetzung gemeldet, 186 weniger als im Vormonat (-26,4 Prozent). Durch die anhaltend schwächere Dynamik auf dem Stellenmarkt seit Mitte 2012 ist auch der Bestand an offenen Stellen deutlich zurück gegangen: 1626 offene Stellen waren im Januar insgesamt zu besetzen – 482 weniger Stellen als im Januar 2012 (-22,9 Prozent).