Hier, besonders rund um die Kreuzbuche, ist es in den vergangenen Jahren immer wieder durch exzessiven Alkoholkonsum sowohl zu Konflikten von jugendlichen „Vatertagsausflüglern” untereinander als auch mit der Polizei gekommen.
Daher liegt das Hauptaugenmerk der eingesetzten Beamten auch darauf, den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen und Heranwachsenden zu unterbinden.
Auch wenn Polizeibeamte im vergangenen Jahr einschreiten mussten, so ist es insgesamt ruhiger geworden, gemessen an den Einsätzen der Jahre zuvor mit ihrem negativen Höhepunkt 2007.
Damals ist es im Deister am Annaturm zu einer Massenschlägerei mit rund 60 volltrunkenen Jugendlichen gekommen.
Auch rund um eine Party am „Schäferhof” in Bückeburg kam es zu Sachbeschädigungen und Rangeleien zwischen alkoholisierten Jugendlichen und der Polizei.
„Agieren statt Reagieren” lautet die Strategie der Polizei seitdem.
Mit Erfolg, wie auch Axel Bergmann beobachtet hat. „Die Lage hat sich entspannt. Das liegt auch daran, dass wir klare Grenzen aufgezeigt haben. Wir haben gesagt was wir tolerieren und klar gemacht wo Schluss ist. Denn schließlich sollen keine anderen Ausflügler oder Familien gefährdet werden.” Auch Aktionen in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Jugendamt haben ihren Beitrag dazu geleistet, dass in den vergangenen Jahren große Exzesse ausgeblieben sind. Trotz aller Gelassenheit ist man auf alle Eventualitäten vorbereitet und hat ein Auge auf die Jugendlichen.
„Agieren statt Reagieren” lautet das polizeiliche Konzept auch in der Region Hannover. „Wir haben es in den letzten Jahren geschafft, gefährliche Situationen durch das erfolgreiche Konzept weitestgehend zu unterbinden”, erklärt Kriminaloberrätin Andrea Pohl, Einsatzleiterin der Polizeiinspektion Garbsen. Kräfte der Bereitschaftspolizei, Diensthundeführer, die berittene Polizei und speziell ausgebildete Konfliktmanager sind trotzdem auch dieses Jahr zur Unterstützung vor Ort am Steinhuder Meer und im Deister im Einsatz.
Auch die örtlich zuständigen Kommunen, insbesondere die Städte Wunstorf und Barsinghausen, sowie das Jugendamt der Region sind eingebunden. Insbesondere auf den Grünflächen um die Strandterrassen in Steinhude und die „Weiße Düne” am Steinhuder Meer sowie rund um die „Kreuzbuche” im Deister liegt besonderes Augenmerk.
Betrunkene Minderjährige werden auch dieses Jahr in Obhut genommen und deren Eltern informiert.
Diese bekommen die Gelegenheit, ihre Kinder abzuholen. In Einzelfällen kann es auch vorkommen, dass Jugendliche kostenpflichtig nach Hause transportiert oder in Obhut der zuständigen Jugendämter gegeben werden.
Mittlerweile ist zum dritten Mal in Folge der Zugang zur Bade-insel in Steinhude nur über ein Eintrittsgeld möglich – Betrunkene müssen zudem draußen bleiben, alkoholische Getränke ebenfalls.