Im Deister waren dieses Jahr überwiegend kleine Gruppen unterwegs, die Polizei geht von etwa 1000 Ausflüglern aus. Positives Fazit hier: Es gab keinen einzigen festgestellten Fall übermäßigen Alkoholmissbrauches von Kindern oder Jugendlichen. Die bekannten Punkte Teufelsbrücke, Kreuzbuche und Annaturm waren dies Jahr kein Anziehungspunkt für grölende und randalierende Personen - es blieb hier während des gesamten Tages ruhig. Allein in etwa 300 Metern Entfernung zur Kreuzbuche steckten Unbekannte gegen 13.30 Uhr einen Hochsitz in Brand. Die Flammen wurden von der Feuerwehr jedoch schnell gelöscht und richteten keinen weiteren Waldschaden an. Den Kammweg bewanderten über den Tag fast überwiegend Familien mit ihren Kindern - die Stimmung war insgesamt gelöst und friedlich. Auch das DRK der Region Hannover zog für den Deister ein positives Fazit. Es gab ein kaum besondere Vorkommnisse für die Sanitäter. Eingesetzt waren die drei geländegängigen Krankenwagen und ein Rettungswagen. Auch an der Weißen Düne in Mardorf und an den Strandterrassen in Steinhude gab es fast nur gute Meldungen. Beide Orte waren wieder Anziehungspunkt für alle Altersklassen, die Polizei zählte jeweils etwa 700 Personen und es waren nur wenige Alkoholexzesse bei Minderjährigen festzustellen. Insgesamt wurden 54 Alkoholverstöße bei Minderjährigen festgestellt. Die Polizeibeamten leiteten 42 Ermittlungsverfahren wegen diverser Straftaten ein, unter anderem wegen Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Damit ist die Anzahl der Straftaten ähnlich der zum Vorjahr (48). Sie führten zudem 371 Personalienfeststellungen und 189 sogenannte „Gefährderansprachen” durch. Im Bereich Mardorf, an der Weißen Düne, am Steinhuder Meer waren zwei Sanitäter der DRK-Reiterstaffel, zwei Rettungswagen und ein Krankenwagen vor Ort, um schnelle Hilfe leisten zu können. Die berittenen Sanitäter können besonders in unwegsamen Gelände und im Waldbereich schnell zum Einsatzort gelangen. Hier verzeichneten die DRK-Helfer zwölf Versorgungen, mit drei Transporten in eine Klinik zur weiteren Behandlung. Auf dem Mittellandkanal im Bereich Haste waren zwei Boote der DRK-Wasserwacht eingesetzt. Hier konnten die Sanitäter zehn Personen helfen - drei von ihnen mussten mit einem Rettungswagen in eine Klinik transportiert werden. Die Sanitäter der Wasserwacht übernahmen hierbei die Erstversorgung der Betroffenen im Uferbereich, bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Zu Stürzen in den Mittellandkanal kam es nicht. Kriminaloberrätin Andrea Pohl von der Polizeiinspektion Garbsen ist sehr zufrieden mit dem Einsatz: „Der Präventionseinsatz zeichnet sich nicht nur durch ein professionelles Vorgehen der Einsatzkräfte aus, sondern insbesondere durch deren besonnenes Verhalten beim ‚Gewährenlassen‘. Ich sehe das Konzept wieder einmal bestätigt.” Sowohl in Steinhude als auch an der Weißen Düne waren die Plätze gegen 20 Uhr fast vollständig von den Feiernden verlassen worden. Größere Ausschreitungen oder Auseinandersetzungen hat es in diesem Jahr nicht gegeben.