„Wir wollen die Mädchen für das Thema sensibilisieren”, so Iris Burkhard-Pawlik vom Abeitskreis für Mädchenarbeit, dem Herausgeber des Kalenders. Die Mädchen sollen ihr eigenes Internetverhalten reflektieren und sich insbesondere mit den Gefahren auseinandersetzen. Im Mädchenclub der IGS Schaumburg haben die Mädchen im Alter von 12 bis 13 Jahren alle ein eigenes Handy und einen Internetzugang. Auflagen gibt es kaum, die Mädchen lernen vielmehr den eigenverantwortlichen Umgang mit den Medien, sodass das Handy beispielsweise beim Lernen an die Seite gelegt wird. In der Aufarbeitung des Themas kam auch der Selbstschutz im Internet zur Sprache. Die Mädchen, die größtenteils bei Facebook aktiv sind, haben gemeinsam mit Elise Fischer ihre Privatsphäreeinstellungen überarbeitet um sich besser zu schützen. Auch die jungen Frauen der Fachoberschule Gestaltung der BBS Stadthagen nutzen das Handy jeden Tag, hauptsächlich zur Kommunikation in sozialen Netzwerken oder Dienstleistern wie „whatsapp”. Doch sie sehen das Internet auch kritisch, fast jeder hatte schon Berührungspunkte mit Datenmissbrauch oder Cybermobbing. Mit solchen Gedanken haben sich die Schülerinnen in Bildern beschäftigt, die auch im Kalender zu finden sind. „Ich habe es schon oft erlebt”, erzählte eine Schülerin, „dass man sich mit Freunden trifft und die nur am Handy hängen.”
Außerdem im Kalender zu finden sind Anlauf- und Beratungsstellen wie das BASTA Mädchen- und Frauenberatungszentrum, Diakonie, AWO, das Kinder- und Jugendtelefon und Jugendeinrichtungen. Auch spezielle Mädchen-Termine des Arbeitskreises für Mädchenarbeit wie die „girls night” oder die Mädchenfreizeit in Frosse im August sind im Kalender datiert. Den Mädchenkalender 2014 gibt es kostenlos im Jugendamt in der Kreisverwaltung, in der Sparkasse, in den Jugendhäusern sowie bei den Asprechpartnerinnen des Arbeitskreises für Mädchenarbeit. Die Auflage liegt bei 1500 Stück und wird gefördert durch die Sparkasse Schaumburg und das Frauenbüro des Landkreises. Foto: ag